Datum08.06.2026 18:55
Quellewww.zeit.de
TLDRNach einem großflächigen Stromausfall in Reutlingen halten Ermittler eine Brandstiftung für möglich. Es gibt Parallelen zu linksextremistischer Sabotage in Berlin. Ein Brandanschlag auf ein Umspannwerk wird vermutet, der zehntausende Menschen betraf und Millionenschäden verursachte. Ob es sich um eine gezielte Tat handelt, wird noch ermittelt. Der Verfassungsschutz Baden-Württemberg bestätigte die Vermutungen nicht, da ein Bekennerschreiben fehlt.
InhaltSicherheitskreise halten es für möglich, dass der Brand im Umspannwerk Reutlingen absichtlich gelegt wurde. Das erinnere an die linksextremistische Sabotage in Berlin. Nach Einschätzungen aus Sicherheitskreisen könnte der nächtliche Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen, der einen großflächigen Stromausfall in der Region auslöste, gezielt gelegt worden sein. Zudem deute die Vorgehensweise auf linksextremistische Täter hin, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Sie weise Parallelen zu den zwei mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlägen auf die Stromversorgung in Berlin im September vergangenen Jahres auf. Hinweise auf einen möglichen Drahtzieher im Ausland gebe es nicht. Der Verfassungsschutz Baden-Württembergs bestätigte die Vermutungen der Ermittler zunächst aber nicht. "Dem Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg liegen derzeit keine weiterführenden Erkenntnisse zur mutmaßlichen Brandstiftung in Reutlingen vor", teilte eine Sprecherin der Behörde mit. Es sei noch kein Bekennerschreiben veröffentlicht worden. Die Polizei ermittle daher weiterhin in alle Richtungen. In der Nacht hatte es im Umspannwerk Reutlingen-West gebrannt. Das Werk fiel aus und zog eine weitere Anlage in Mitleidenschaft. Dadurch waren zehntausende Menschen zunächst ohne Strom, auch ein Krankenhaus war betroffen. Der Brand führte zu einem Schaden von mehreren Millionen Euro. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.