Eine Sprengung, zwei Versuche: Angeklagte gestehen Geldautomatensprengung im Breisgau

Datum08.06.2026 17:37

Quellewww.zeit.de

TLDRZwei Männer haben vor dem Landgericht Freiburg gestanden, im Herbst 2024 einen Geldautomaten in Glottertal gesprengt und zwei weitere Sprengversuche unternommen zu haben. Bei der erfolgreicheren Tat wurden über 70.000 Euro vernichtet und ein Sachschaden von über 100.000 Euro verursacht. Die Versuche in Eschbach und Ettenheim scheiterten. Beide Angeklagten sind vorbestraft und müssen mit Haftstrafen rechnen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Eine Sprengung, zwei Versuche“. Lesen Sie jetzt „Angeklagte gestehen Geldautomatensprengung im Breisgau“. Zwei Männer haben vor Gericht gestanden, im Herbst 2024 in Südbaden einen Geldautomaten gesprengt und zwei weitere Sprengungen versucht zu haben. Vor dem Landgericht Freiburg verlasen ihre Verteidiger die Geständnisse. Die 51 und 54 Jahre alten Angeklagten räumten demnach ein, dass die Anklagepunkte zutreffend seien. Laut Anklage stahl der 51-Jährige im September 2024 in Denzlingen ein Auto, mit dem die beiden im Oktober drei Tatorte im Breisgau anfuhren. Bei der Sprengung eines Geldautomaten in einer Bankfiliale in Glottertal entstand ein Brand, bei dem Geldscheine im Wert von mehr als 70.000 Euro zerstört wurden. Der Sachschaden beläuft sich auf mehr als 100.000 Euro.  Ein zweiter Versuch in Eschbach scheiterte, weil eine Nebelmaschine ausgelöst wurde. In Ettenheim sollte ein Automat aufgehebelt werden, um Sprengstoff zu platzieren – auch das misslang, der Schaden liegt bei 8.000 bis 10.000 Euro. Wegen der Geständnisse erwartet den 51-Jährigen voraussichtlich eine Gesamt-Haftstrafe von fünf Jahren bis zu fünfeinhalb Jahren. Der 54-Jährige muss mit einer Haftstrafe von vier Jahren und vier Monaten bis zu vier Jahren und zehn Monaten rechnen. Beide Männer seien mehrfach vorbestraft. © dpa-infocom, dpa:260608-930-192181/1