Asyl: Weniger Flüchtlinge – Land schließt bald zwei Standorte

Datum08.06.2026 16:24

Quellewww.zeit.de

TLDRHessen schließt wegen sinkender Flüchtlingszahlen zwei Erstaufnahmeeinrichtungen: Bad Arolsen Ende 2026 und Alsfeld bereits am 30. September 2026. Leichtbauhallen werden abgebaut. Die Plätze sind mit aktuell 2.671 Belegungen bei über 9.113 Kapazitäten stark ausgelastet. Die Schließungen sind Teil einer Sparmaßnahme von 50 Millionen Euro für den Asylbereich, davon 35 Millionen für Erstaufnahmeeinrichtungen. Die zukünftige Flüchtlingsentwicklung wird beobachtet.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Asyl“. Lesen Sie jetzt „Weniger Flüchtlinge – Land schließt bald zwei Standorte“. Angesichts gesunkener Flüchtlingszahlen verringert das Land Hessen die Zahl der Plätze seiner Erstaufnahmeeinrichtung. Deren Standort im nordhessischen Bad Arolsen wird Ende 2026 und die Notunterkunft im mittelhessischen Alsfeld bereits zum 30. September 2026 geschlossen, wie Integrationsministerin Heike Hofmann (SPD) in Wiesbaden mitteilte. "Zudem werden an anderen Standorten als Unterkünfte genutzte Leichtbauhallen sukzessive zurückgebaut", ergänzte sie. Gegenwärtig sind ihrem Ministerium zufolge an den noch acht Standorten der Erstaufnahmeeinrichtung insgesamt nur 2.671 Flüchtlinge untergebracht – bei mehr als 9.113 Plätzen ohne die Notunterkunft Alsfeld.  Die bundesweite Zahl der Asylsuchenden lag laut dem Integrationsministerium 2024 bei rund 200.000 und 2025 nur noch bei etwa 100.000. "Seit Beginn dieses Jahres wurden bundesweit rund 32.700 Asylsuchende (Stand 2. Juni 2026) registriert", hieß es weiter. Die Verringerung der Zahl der Flüchtlingsplätze ermögliche dem Land, "dadurch auch mit Blick auf die Haushaltslage notwendige Einsparungen vorzunehmen". Die Flächen der abzubauenden Leichtbauhallen sollten – soweit möglich – dauerhaft freigehalten werden. Die künftige Entwicklung der Flüchtlingszahlen werde im Auge behalten, um bei Bedarf wieder rasch zu reagieren.  Die Planung des hessischen Sparhaushalts 2027 sieht nach Angaben des Integrationsministeriums vor, "für den Asylbereich Einsparungen von 50 Millionen Euro vorzunehmen. Davon sollen 35 Millionen auf den Bereich der Erstaufnahmeeinrichtung entfallen." © dpa-infocom, dpa:260608-930-191681/1