Parteitag: Leif-Erik Holm ist AfD-Ministerpräsidentenkandidat in MV

Datum22.11.2025 12:21

Quellewww.zeit.de

TLDRLeif-Erik Holm wurde auf einem Parteitag der AfD in Mecklenburg-Vorpommern einstimmig zum Ministerpräsidentenkandidaten für die anstehende Landtagswahl ernannt. Der 55-Jährige strebt eine Alleinregierung an und verweist auf Umfragewerte von 38 Prozent für die AfD, was eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Wahl 2021 darstellt. Die regierende SPD, unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, liegt nur noch bei 19 Prozent. Holm plant, den Rundfunkstaatsvertrag zu kündigen und kritisiert den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Parteitag“. Lesen Sie jetzt „Leif-Erik Holm ist AfD-Ministerpräsidentenkandidat in MV“. Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat den Bundestagsabgeordneten und Co-Landeschef Leif-Erik Holm als Ministerpräsidentenkandidaten für die Landtagswahl im kommenden Jahr nominiert. Bei der Abstimmung auf einem Landesparteitag in Demmin mit 250 Delegierten wurde der 55-Jährige einstimmig mit wenigen Enthaltungen zum Bewerber für das Amt des Regierungschefs ernannt. "Wir wollen die Alleinregierung in Mecklenburg-Vorpommern. Das ist unser großes Ziel", sagte Holm. Die Partei sei bereits dicht dran. Der studierte Volkswirt verwies auf Umfrageergebnisse, die die AfD in MV zuletzt bei 38 Prozent sahen - mehr als eine Verdopplung im Vergleich zur Landtagswahl 2021. Die SPD der regierenden Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wäre laut einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR mit 19 Prozent in der Wählergunst nur noch halb so stark wie bei der vergangenen Wahl.  Von der zwei Wochen vorher stattfindenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt verspricht sich Holm auch Rückenwind für MV. In Sachsen-Anhalt sah eine Umfrage die AfD zuletzt bei 40 Prozent. Als eine seiner ersten Amtshandlungen als Ministerpräsident kündigte Holm, selbst ehemaliger Radiomoderator, die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages an. Er verband diese Ankündigung mit Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk. © dpa-infocom, dpa:251122-930-326137/1