Rechtsextremismus: Neonazi Liebich legt Beschwerde gegen Auslieferung ein

Datum08.06.2026 13:54

Quellewww.zeit.de

TLDRNeonazi Marla Svenja Liebich wehrt sich gegen die angeordnete Auslieferung von Tschechien nach Deutschland. Sie legte Beschwerde ein und stellte einen Befangenheitsantrag gegen die Richterin, nachdem ein ähnlicher Antrag abgelehnt wurde. Liebich begründet ihre Weigerung mit der Angst, in einem deutschen Männergefängnis zu sterben. Über die Beschwerden entscheidet das Oberlandesgericht in Prag.

InhaltNeonazi Liebich will nicht in Deutschland in Haft – nach eigener Aussage aus Angst, in einem Männergefängnis zu sterben. Liebich legt Beschwerde gegen das Urteil ein. Neonazi Marla Svenja Liebich hat Beschwerde gegen die angeordnete Auslieferung von Tschechien nach Deutschland eingelegt. Liebich habe zudem einen Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin gestellt, die mit dem Fall befasst war, sagte ein Sprecher des Landgerichts in Pilsen der Nachrichtenagentur dpa. Ein erster Befangenheitsantrag war bereits abgelehnt worden. Das Oberlandesgericht in Prag muss über beide Beschwerden entscheiden. Vergangene Woche hatte das Landgericht Pilsen entschieden, dass Liebich nach Deutschland ausgeliefert werden solle. Marla Svenja Liebich, geboren als Sven Liebich, gab im Laufe der Verhandlungen an, nicht nach Deutschland gebracht werden zu wollen. Als Begründung fügte Liebich die Sorge an, in einem deutschen Männergefängnis ums Leben zu kommen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.