Datum08.06.2026 13:48
Quellewww.zeit.de
TLDRBundespräsident Steinmeier betont die Notwendigkeit von Kunst und Kultur für die Demokratie, da sie unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar macht. Anlässlich der bevorstehenden Sanierung von Schloss Bellevue wird dort eine pop-up-Galerie mit zeitgenössischer Kunst eröffnet. Steinmeier hebt hervor, dass Kunst essentiell für die demokratische Debatte sei und kein Luxus. Die Ausstellung dient auch als Abschied für die Bürger vom Amtssitz vor dessen Schließung, und Steinmeier ist als 3D-Scan ausgestellt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kunst im Schloss Bellevue“. Lesen Sie jetzt „Steinmeier: Kunst und Kultur sind kein Luxus“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Demokratie betont. "Demokratische Gesellschaften leben nun mal von unterschiedlichen Stimmen. Kunst macht unterschiedliche Erfahrungen, Prägungen und Lebensrealitäten sichtbar", sagte Steinmeier in seinem Amtssitz Schloss Bellevue. "Kunst ist in diesem Sinne eben kein Luxus, sondern essenzieller Teil der demokratischen Debatte." Steinmeier äußerte sich kurz vor der Eröffnung einer zweiwöchigen Ausstellung zeitgenössischer Künstler in seinem Berliner Amtssitz. Dieser wird Anfang Juli für mehrjährige Sanierungsarbeiten geschlossen. Zuvor verwandelt die von der Akademie der Künste verwirklichte Ausstellung die schon leeren Räume von Schloss Bellevue vom 13. bis 28. Juni für zwei Wochen in eine Pop-up-Galerie. Die Ausstellung sei für ihn wichtig, weil die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Gesellschaft inmitten der aktuellen schwierigen Debatten etwas in den Hintergrund zu geraten scheine, sagte Steinmeier. "Das schmerzt die Kulturschaffenden, aber das schmerzt auch jemanden wie mich, den Literatur, Theater, Film und vor allem Jazz sein Leben lang begleiten." Steinmeier sagte, die Ausstellung gebe auch den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, vom Amtssitz des Bundespräsidenten vor dessen Schließung vor mehrere Jahre Abschied zu nehmen. Er selbst wird für die Besucher der Ausstellung, für die es noch Karten gibt, zu sehen sein - in Form eines 3D-Scans im Maßstab 1 zu 5, den die Künstlerin Karin Sanders gefertigt hat. © dpa-infocom, dpa:260608-930-190536/1