Fußball-WM: Uno-Klimasekretariat warnt vor extremer Hitze

Datum08.06.2026 12:33

Quellewww.spiegel.de

TLDRDas Uno-Klimasekretariat warnt vor extremer Hitze bei der Fußball-WM 2026. Bis zu 40 Grad werden erwartet, was das Turnier maßgeblich beeinflussen könnte. Die größte Gefahr besteht außerhalb der Stadien in Fan-Zonen und Warteschlangen. Spieler erhalten medizinische Betreuung, Fans sind stärker gefährdet. Die Erwärmung wird auf den Klimawandel zurückgeführt, der durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe verursacht wird.

InhaltHohe Temperaturen werden ein prägendes Element der Fußball-WM, da ist sich das Uno-Klimasekretariat sicher. Die größte Gefahr könne außerhalb der Stadien lauern. An manchen Spielorten werden bis zu 40 Grad befürchtet, die Fifa führt zusätzliche Trinkpausen ein, Zuschauer aber dürfen keine leeren Flaschen mit in die WM-Stadien bringen: Das Uno-Klimasekretariat warnt vor der erwarteten Hitze bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko und deren Folgen. "Die Fifa-Weltmeisterschaft 2026, das größte Turnier in der Geschichte des Fußballs, wird in einer Zeit stattfinden, in der extreme Hitzewellen aufgrund des sich verschärfenden Klimawandels zunehmen und Milliarden Menschen weltweit davon betroffen sind." So teilt es das Klimasekretariat zu Beginn einer zehntägigen Klimakonferenz in Bonn mit. "Es ist davon auszugehen, dass diese extreme Hitze ein prägendes Element des Turniers sein wird – auf dem Spielfeld, auf den Tribünen, rund um die Stadien und in den Austragungsorten." Preisabfragezeitpunkt 08.06.2026 12.33 Uhr Keine Gewähr Es werde erwartet, dass etwa jedes vierte Spiel bei gefährlicher Hitze ausgetragen werde. Während die Spieler immerhin intensiv medizinisch betreut würden, seien die Fans in den Stadien weitgehend auf sich selbst gestellt. "Die größte Gefahr kann außerhalb des Stadions lauern", warnen die Uno-Experten: "In Fan-Zonen, Warteschlangen, auf Verkehrswegen, auf Parkplätzen und bei Feierlichkeiten im Freien können Menschen stundenlang gefährlicher Hitze ausgesetzt sein." Aber auch wer das Turnier nur am Fernseher verfolgt, werde bemerken, wie sich das veränderte Klima auf das Event auswirkt. Möglicherweise werde das Tempo mancher Begegnungen geringer sein, weil die Spieler ihre Kräfte schonen müssten. Wahrscheinlich seien auch frühere Auswechslungen, Trinkpausen und der Einsatz von Kühlhandtüchern. Zahllose Menschen liebten Fußball, aber leider sei es inzwischen oft zu heiß, um Fußball zu spielen, sagte Uno-Klimachef Simon Stiell. "Es ist heiß und wird immer heißer. Das ist kein Zufall. Das ist der Klimawandel." Der Planet erwärme sich, weil seit mehr als einem Jahrhundert fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas verbrannt würden. Dadurch werde Wärme in der Atmosphäre gespeichert. Überall Präsidenten-Propaganda, paramilitärische Patrouillen vor den Stadien – die Fifa hat sich Trump ausgeliefert. Auch monströse Ticketpreise empören die Fans, sie ahnen: Das wird keine normale WM. Die SPIEGEL-Titelstory.