Stabhochsprung: Serien-Sieger Armand Duplantis kassiert erste Niederlage seit drei Jahren

Datum08.06.2026 10:21

Quellewww.spiegel.de

TLDRArmand Duplantis, der Serien-Sieger und Weltrekordhalter im Stabhochsprung, hat nach fast drei Jahren erstmals wieder verloren. Bei einem Diamond-League-Meeting in Stockholm wurde er überraschend Zweiter, nachdem er nur 5,80 Meter überquerte. Der Australier Kurtis Marschall gewann mit 5,90 Metern. Duplantis gab technische Probleme und mangelnde Konzentration als Gründe an. Zuletzt hatte er im Juli 2023 eine Niederlage erlitten.

InhaltEr ist der König der Lüfte, stellt einen Weltrekord nach dem anderen auf, hat eigentlich keine Konkurrenz. Jetzt hat Stabhochspringer Armand Duplantis ausnahmsweise mal verloren – vor heimischem Publikum in Stockholm. Vor seinem Heimpublikum hat Stabhochsprung-Star Armand Duplantis erstmals seit fast drei Jahren wieder eine Niederlage erlitten. Der Weltrekordler, Weltmeister und Olympiasieger wurde beim Diamond-League-Meeting in Stockholm überraschend nur Zweiter. Der Schwede schaffte für ihn ganz schwache 5,80 Meter. So durfte der WM-Dritte Kurtis Marschall aus Australien mit übersprungenen 5,90 Metern unverhofft über den Sieg jubeln. "Ich bin einfach schlecht gesprungen, ich weiß wirklich nicht so richtig, was ich sagen soll", sagte Duplantis in der ARD. Im Vorjahr war er in Stockholm mit 6,28 Metern noch einen Weltrekord gesprungen, den er mittlerweile auf 6,31 Meter erhöht hat. Diesmal sei er einfach bei keinem Versuch völlig bei der Sache gewesen. Der 26-Jährige hatte schon mit einem Fehlversuch über 5,60 Meter begonnen. Duplantis wirkte nicht frisch und leistete sich bereits bei seiner Einstiegshöhe von 5,60 Meter direkt einen Fehler. Schließlich riss er zweimal bei 6,00 Meter und war auch bei seinem aufgesparten letzten Versuch über 6,05 Meter nicht erfolgreich. Zuletzt hatte der 26 Jahre alte Ausnahmekönner im Juli 2023 in Brüssel nicht gesiegt und damals den vierten Platz erreicht. "Auf diesem Niveau kannst du einen Wettkampf so dann nicht gewinnen. Ehrlich, so kann ich bei den nächsten Wettkämpfen zu Hause bleiben", sagte Duplantis noch. Für einen, der seit Jahren die Konkurrenz demütigt, war das ausgesprochen selbstkritisch.