Umweltschutz: Tempo 100 auf Autobahnen? Greenpeace rückt mit Aufklebern an

Datum08.06.2026 08:40

Quellewww.zeit.de

TLDRGreenpeace-Aktivisten haben ein Autobahnschild in Kiefersfelden mit der Zahl "100" überklebt, um ein generelles Tempolimit von 100 km/h auf deutschen Autobahnen zu fordern. Sie sehen darin die einfachste und kostengünstigste Maßnahme zur Bewältigung der Energiekrise, die Emissionen senken, die Sicherheit erhöhen und Kosten sparen würde. Ähnliche Aktionen fanden laut Greenpeace bundesweit statt. Die Organisation fordert damit die Bundesregierung auf, Deutschland von fossilen Brennstoffen unabhängiger zu machen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Umweltschutz“. Lesen Sie jetzt „Tempo 100 auf Autobahnen? Greenpeace rückt mit Aufklebern an“. Umweltschutzaktivisten haben am Autobahn-Grenzübergang Kiefersfelden in Oberbayern ein Verkehrsschild überklebt, um für ein Tempolimit von 100 auf deutschen Autobahnen zu werben. Aus Sicht von Greenpeace ist ein generelles Tempolimit die einfachste, schnellste und kostengünstigste Maßnahme, um der Energiepreis-Krise zu begegnen. Es würde Emissionen senken, die Sicherheit auf den Straßen erhöhen und Geld sparen. Am frühen Morgen rückten Aktivisten an der Autobahn 93 mit einer Leiter an und überklebten das entsprechende Schild, das eine Richtgeschwindigkeit von 130 auf deutschen Autobahnen empfiehlt, mit der Zahl 100. Nach Angaben von Greenpeace gab es ähnliche Aktionen auch an anderen Orten in Deutschland. "Seit 100 Tagen, seit dem Angriff auf den Iran, gucken wir gebannt auf die Preisachterbahn an den Tankstellen", sagte Lena Donat, Expertin für Mobilität bei der Umweltschutzorganisation, in Kiefersfelden an der Grenze zu Österreich. "Das Tempolimit ist wirkungsvoll, es ist kostenlos und es hat nur Vorteile. Es senkt den Spritverbrauch und macht uns damit unabhängiger von Öl, es schützt das Klima quasi sofort und es schützt Menschenleben." Die Bundesregierung müsse alles daran setzen, um Deutschland aus dem Klammergriff der fossilen Konzerne zu lösen, forderte Donat. Ein Tempolimit sei dafür ein erster Schritt. © dpa-infocom, dpa:260608-930-188745/1