Philippinen: Mindestens 15 Tote und 129 Verletzte nach Erdbeben auf den Philippinen

Datum08.06.2026 08:29

Quellewww.zeit.de

TLDREin Erdbeben der Stärke 7,8 erschütterte die Insel Mindanao auf den Philippinen. Mindestens 15 Menschen kamen ums Leben, 129 wurden verletzt. Gebäude stürzten ein, darunter Schulen und Krankenhäuser. Tsunami-Warnungen wurden aufgehoben, nachdem kleinere Wellen verzeichnet wurden. Präsident Marcos Jr. sicherte staatliche Unterstützung zu und mahnte zur Vorsicht.

InhaltEin Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Insel Mindanao hat mindestens 15 Menschen getötet, mehr als 100 wurden verletzt. Tsunami-Warnungen wurden mittlerweile aufgehoben. Durch ein schweres Erdbeben vor der Südküste der Philippinen sind nach Angaben verschiedener Behörden mindestens 15 Menschen gestorben. 129 weitere Menschen seien bei dem Beben verletzt worden, sagte der Direktor des philippinischen Zivilschutzes, Rod Sosmena. "Die Schadensbewertung und die Erfassung der Opfer dauern noch an", sagte er. Durch das Beben stürzten auf der Insel Mindanao Gebäude ein, Menschen gerieten in Panik. Die Katastrophenschutzbehörde erhielt Berichte von Schäden an Schulen, Krankenhäusern, Einkaufszentren und Kirchen. Besonders betroffen war demnach die Stadt General Santos City mit rund 700.000 Einwohnern. Lokale Radiosender berichteten, dass die Schulen in der Region geschlossen bleiben sollten. Das Beben ereignete sich am ersten Schultag des neuen Schuljahres. Das Beben der Stärke 7,8 hatte sich am Montagmorgen vor der Küste der Provinz Sarangani auf der Insel Mindanao ereignet, wie das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) mitteilte. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS ereignete es sich in einer Tiefe von 35 Kilometern. Phivolcs hatte zunächst eine Tiefe von 63 Kilometern angegeben. In den Provinzen Sultan Kudarat und Sarangani seien Tsunami-Wellen von einem Meter Höhe festgestellt worden, teilte Phivolcs-Direktor Teresito Bacolcol mit. Etwa fünf Stunden nach dem Beben war die Gefahr größtenteils gebannt, wie das Pazifische Tsunami-Warnzentrum mitteilte.  Dennoch wurde zur Vorsicht gemahnt. Es gab mehrere Nachbeben. Auch in Malaysia bebte die Erde. Dort und in Indonesien wurden kleinere Tsunami-Wellen beobachtet. Auch das US-Tsunami-Warnzentrum hob seine Tsunami-Warnung indes wieder auf. Der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. sicherte den Betroffenen staatliche Unterstützung zu. Er stehe in Kontakt mit regionalen Behörden. "Begeben Sie sich jetzt in höher gelegene Gebiete. Warten Sie nicht", sagte Marcos den Bewohnern der Küstenregion.