Hauseinsturz: MDR: Zwei Festnahmen nach Hauseinsturz in Görlitz

Datum07.06.2026 21:16

Quellewww.zeit.de

TLDRNach dem tödlichen Hauseinsturz in Görlitz wurden zwei Verdächtige, ein 27-jähriger Pole und ein 33-jähriger Afghane, festgenommen. Sie befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und fahrlässiger Tötung. Die Männer sollen am Tattag versucht haben, im und am Haus nach Diebesgut wie Kupferleitungen zu suchen. Bei dem Einsturz kamen drei Menschen ums Leben.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hauseinsturz“. Lesen Sie jetzt „MDR: Zwei Festnahmen nach Hauseinsturz in Görlitz“. Nach dem tödlichen Einsturz eines Hauses im sächsischen Görlitz sind zwei Verdächtige festgenommen worden. "Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoff-Explosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung", sagte Kai Siebenäuger, Pressesprecher der Görlitzer Polizei, in der MDR-Sendung "Kripo live".  Bei den Verdächtigen handele sich um einen 27 Jahre alten Polen und einen 33-jährigen Afghanen. Die Männer seien bereits "in anderer Sache" in Untersuchungshaft, so Siebenäuger. Als Ursache für den Hauseinsturz war eine Gasexplosion vermutet worden. Dem Sprecher zufolge sollen beide Männer am Tatnachmittag in der Straße, in der das Haus stand, Diebesgut gesucht haben. "Insbesondere Fahrräder, Schrott beziehungsweise auch Kupferleitungen, Buntmetall." Sie sollen in das später eingestürzte Haus gelangt sein - hierzu werde aktuell ermittelt, erläuterte Siebenäuger. Die Polizei sucht nun Zeugen, die die beiden Tatverdächtigen am Ereignisort am 18. Mai gesehen haben.  Bei dem Unglück am 18. Mai waren zwei Touristinnen aus Rumänien im Alter von 25 und 26 Jahren ums Leben gekommen. Zudem starb ein 48-jähriger Mann, der aus Bulgarien stammte und auch die deutsche Staatsbürgerschaft besaß. Hunderte Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Polizei und Rettungshundestaffeln suchten tagelang nach den drei Vermissten. Zum Teil arbeiteten sie sich mit Schaufeln und bloßen Händen durch den Trümmerberg. © dpa-infocom, dpa:260607-930-187352/1