Datum07.06.2026 17:56
Quellewww.zeit.de
TLDRUS-Präsident Trump erklärt, keinen Einfluss auf den neuen Fed-Chef Kevin Warsh ausüben zu wollen. Dennoch fordert er Zinssenkungen, da die gute Arbeitsmarktlage seiner Meinung nach dies zulasse. Volkswirte sehen dies aufgrund hoher Inflation, angeheizt durch den Iran-Krieg, kritisch und halten sogar Zinserhöhungen für möglich. Die Fed agiert unabhängig. Mögliche weitere Spritpreisanstiege könnten die Inflation verschärfen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „US-Notenbank“. Lesen Sie jetzt „Trump: Möchte keinen Einfluss auf neuen Fed-Chef ausüben“. US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Worten keinen Druck auf den neuen Fed-Chef Kevin Warsh ausüben – und mahnt zugleich angesichts der guten Arbeitsmarktsituation zu Zinssenkungen. "Es gibt keinen Grund, die Zinsen anzuheben", sagte er im Gespräch mit dem US-Sender NBC News mit Blick auf den anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve Mitte Juni. Höhere Zinsen würden den derzeitigen "Erfolg" ausbremsen. "Wir sollten die Zinsen jetzt eigentlich senken", forderte Trump wie bereits mehrfach in der Vergangenheit ungeachtet der konjunkturellen Parameter. Dem widersprechen Volkswirte, die eine lockerere Geldpolitik aufgrund des guten Arbeitsmarktes derzeit für unwahrscheinlich halten und stattdessen sogar eine Erhöhung der derzeitigen Zinsspanne von 3,5 bis 3,75 Prozent für möglich halten. Grund dafür ist die anhaltend hohe Inflation infolge des Iran-Krieges. Die Fed soll unabhängig von politischer Einflussnahme über die Geldpolitik entscheiden. Unterdessen schloss Trump nicht aus, dass die ohnehin schon hohen Spritpreise in den USA noch weiter ansteigen könnten. Auf eine entsprechende Frage der Journalistin sagte der Präsident lediglich: "Nun, das kommt darauf an. Ich meine, es hängt davon ab, wie sich der Krieg entwickelt." Höhere Benzinpreise würden die ohnehin schon hohe Inflation in den Vereinigten Staaten weiter ankurbeln. © dpa-infocom, dpa:260607-930-186906/1