Datum07.06.2026 15:05
Quellewww.zeit.de
TLDREin Pilotprojekt im Landkreis Mansfeld-Südharz demonstriert die gemeinsame Nutzung eines Umspannwerks durch einen bestehenden Windpark und eine neue Solaranlage. Die 53 Hektar große Photovoltaikanlage nahe Gerbstedt verfügt über 86.000 Module (54 MWp). Bei Netzüberlastung hat der Windpark Vorrang bei der Einspeisung. Diese "netzdienliche" Koexistenz soll Engpässe überwinden und den Ausbau erneuerbarer Energien fördern, wobei beide Anlagen wirtschaftlich voneinander profitieren.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Leuchtturmprojekt“. Lesen Sie jetzt „Neuer Park - Wind- und Solarenergieanlage in Co-Existenz“. Dass ein Windpark und eine Solaranlage gemeinsam ein Umspannwerk nutzen und "netzdienlich einspeisen" können, soll im Landkreis Mansfeld-Südharz unter Beweis gestellt werden. Vorrang bei der Einspeisung hat der aus acht Anlagen bestehende Windpark, um das Netz nicht zu überlasten, wie das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt anlässlich der Inbetriebnahme einer 53 Hektar großen Solaranlage nahe Gerbstedt mitteilte. Hier seien rund 86.000 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von rund 54 Megawatt Peak verbaut worden. "Wir brauchen in Deutschland mehr Erneuerbare und nicht weniger, weil es unsere günstigen Heimatenergien sind. Dabei gilt es, nicht über Netzengpässe zu nörgeln", sagte Energieminister Armin Willingmann (SPD) laut Mitteilung. Diese seien mit pragmatischen Lösungen abzuwenden. Beim konsequenten Stromnetzausbau darf laut Willingmann nicht noch mehr Zeit verloren werden. Trotz der Co-Existenz arbeitet die neue Photovoltaik-Freiflächenanlage nach Betreiberangaben wirtschaftlich, weil Windstrom vorwiegend im Winter und Sonnenstrom in den Sommermonaten erzeugt wird. Ein übergeordneter Regler kontrolliert die gemeinsame Energieleistung und verhindert die Überlastung des Netzanschlusses. © dpa-infocom, dpa:260607-930-186409/1