Datum07.06.2026 14:32
Quellewww.zeit.de
TLDRDie iranische Justiz hat die einjährige Haftstrafe gegen Starregisseur Jafar Panahi bestätigt. Sein Einspruch wurde abgelehnt, womit auch ein Ausreiseverbot und ein Verbot politischer und sozialer Gruppen bestehen bleiben. Panahi wurde wegen "Propaganda gegen das System" und Unterstützung der Frauenproteste verurteilt, wobei sein Film "Ein einfacher Unfall" als Beweis diente. Der Filmemacher, ein langjähriger Kritiker des Regimes, wurde bereits mehrfach festgenommen und seine Freiheiten eingeschränkt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bekannter Filmemacher“. Lesen Sie jetzt „Iranische Justiz bestätigt Haftstrafe gegen Regisseur Panahi“. Die iranische Justiz hat die einjährige Haftstrafe gegen den renommierten Regisseur Jafar Panahi bestätigt. Sein Anwalt Mostafa Nili teilte dem Onlineportal Emtedad mit, dass der Einspruch gegen das Urteil vom Revolutionsgericht in Teheran abgelehnt worden sei. Damit bleiben auch das zweijährige Ausreiseverbot sowie das Verbot jeglicher Mitgliedschaft in politischen und sozialen Gruppen bestehen, so Nili. Panahi war wegen "Propaganda gegen das System" und der Unterstützung der Proteste – insbesondere der Frauenbewegung 2022 – verurteilt worden. Als zentralen Beweis führte das Gericht seinen heimlich gedrehten Film "Ein einfacher Unfall" an. Das Werk gewann 2025 die Goldene Palme in Cannes und war zudem für die Golden Globes und die Oscars nominiert. Der Regisseur war während des Krieges überraschend in den Iran zurückgekehrt, um seine Haftstrafe juristisch anzufechten. Panahi gilt seit Jahren als prominenter Kritiker des islamischen Systems und wurde mehrfach festgenommen. Seine berufliche Tätigkeit und seine Reisefreiheit unterliegen seit langem strikten Einschränkungen. © dpa-infocom, dpa:260607-930-186239/1