Datum07.06.2026 11:31
Quellewww.zeit.de
TLDREin Berliner Polizist steht unter Verdacht, an Hooligan-Attacken gegen Einsatzkräfte im Olympiastadion beteiligt gewesen zu sein, die während des Fußballspiels Hertha BSC gegen Schalke 04 am 17. Januar stattfanden. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen möglicher Beteiligung an einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Der Beamte, der nicht im Dienst war, ist einer von zehn identifizierten Personen nach einer Öffentlichkeitsfahndung. Gegen ihn werden dienstrechtliche Schritte geprüft. Bei den Ausschreitungen wurden mehrere Polizisten und Hooligans verletzt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Polizist soll an Fußball-Randalen beteiligt gewesen sein“. Ein Berliner Polizist soll an den Hooligan-Attacken im Berliner Olympiastadion gegen Polizeibeamte beteiligt gewesen sein. Das Berliner Landeskriminalamt habe nach einer Mitteilung der Polizei Ermittlungen gegen einen Beamten wegen möglicher Beteiligung an einer "gewalttätigen Auseinandersetzung" im Westend aufgenommen. Auf Anfrage bestätigte ein Polizeisprecher nun, dass ein Zusammenhang mit Fan-Randalen am 17. Januar beim Fußballspiel Hertha BSC gegen den FC Schalke 04 besteht. Zuerst hatte darüber die "B.Z." berichtet. Im Zuge ihrer Ermittlungen zu den Ausschreitungen hatte die Polizei am vergangenen Mittwoch eine Öffentlichkeitsfahndung mit Bildaufnahmen von 18 mutmaßlich Beteiligten gestartet. Inzwischen seien zehn Personen namentlich bekannt, darunter auch der fragliche Polizeibeamte, sagte der Sprecher. Der Beamte soll zum Zeitpunkt der Krawalle nicht im Dienst gewesen sein. Gegen ihn werden auch dienstrechtliche Maßnahmen geprüft. Anlässlich des Fußballspiels am 17. Januar war es an Eingängen zum Berliner Olympiastadion und im Bereich der Ostkurve in der Arena zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Nach Polizeiangaben wurden Einsatzkräfte aus einer größeren Personengruppe heraus unter anderem mit Gegenständen beworfen. Dabei wurden mehrere Beamte verletzt, auch Hooligans erlitten Verletzungen. Ermittelt wird unter anderem wegen Landfriedensbruchs. © dpa-infocom, dpa:260607-930-185475/1