Friedrich Merz nutzt Zitat von Angela Merkel bei Sozialreformen: »Wir schaffen das«

Datum06.06.2026 14:19

Quellewww.spiegel.de

TLDRBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich auf dem Landesparteitag in Mecklenburg-Vorpommern zuversichtlich, dass seine Regierung Deutschland reformieren werde. Mit dem Zitat "Wir schaffen das" von Angela Merkel betonte er die Kraft des Landes und die Geschlossenheit der Koalition für notwendige Reformen. Er versprach einen verlässlichen, aber reformierten Sozialstaat und kündigte ein Spitzengespräch mit Wirtschaft und Gewerkschaften an. Die bevorstehenden Landtagswahlen seien wichtig für die Handlungsfähigkeit der Mitte.

InhaltBundeskanzler Merz zeigt sich auf dem CDU-Landesparteitag in Mecklenburg-Vorpommern zuversichtlich: Seine Regierung werde das Land reformieren. Er bedient sich dabei eines bekannten Zitats. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass seiner Regierung erfolgreiche Reformen gelingen werden. Auf dem Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern in Linstow sagte Merz: "Wir schaffen das, wir können das schaffen, wenn wir alle zusammenstehen und wenn wir wieder selbst aneinander glauben." Das sei keine Utopie, sondern die Realität von morgen. "Wenn wir gemeinsam anpacken und dieses Land so reformieren, dass wir wieder Chancen haben, vorne zu sein, mitzuhalten, gut zu werden", sagte Merz. Der Kanzler wies Zweifel zurück, seine Regierung könne Deutschland nicht modernisieren. Das Land habe die Kraft für Reformen und einen neuen Aufbruch, sagte er. Die Koalition in Berlin habe trotz bleibender Unterschiede "die Kraft und die notwendige Geschlossenheit". Das Zitat "Wir schaffen das" erinnert an die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie sagte den Satz 2015 bei der Bundespressekonferenz im Hinblick auf die Flüchtlingskrise und die Aufnahme von Geflüchteten in Deutschland. Das Zitat gilt als eines der bedeutendsten ihrer Amtszeit. Merz zeigte sich überzeugt, dass sich die aktuellen Schwierigkeiten überwinden ließen. Deutschland könne "schon wieder in relativ kurzer Zeit ganz anders aussehen". Er bekannte sich zu einem "verlässlichen Sozialstaat", betonte aber auch, es könne dabei "nicht so bleiben, wie es ist". Am kommenden Mittwoch ist nach Merz’ Angaben ein Spitzengespräch der Koalition mit Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden geplant. "Wir wollen ausloten, was wir uns gemeinsam vorstellen können", sagte er. Die Regierung sei "entschlossen, die notwendigen Reformen vorzunehmen". Merz machte deutlich, dass die drei Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern im September Bedeutung weit über diese Länder hinaus haben werden. Es stehe dort mehr auf dem Spiel als nur die Zukunft einer Region. Dabei gehe es um die Frage, ob die politische Mitte die Kraft habe, die Probleme des Landes anzupacken und zu lösen. Deutschland habe viele Erfahrungen mit historischen Umbrüchen und Transformation, sagte Merz mit Blick auf die notwendigen Veränderungen. Das gelte gerade für Ostdeutschland. "Im Osten weiß man besonders gut, was es bedeutet, ein Land durch einen solchen Wandel zu führen." Dort, so Merz, wisse man besonders gut, was Transformation bedeute. Ostdeutschland sei wirtschaftlich schon lange nicht mehr die Aufholregion. Er lobte die Dynamik in Wirtschaft und Wissenschaft und warb dafür, mehr Investitionen anzuziehen und junge Menschen zu halten. "Dafür braucht es aber eben Weltoffenheit und nicht Abschottung."