Delegiertentreffen: Frohnmaier und Sänze bleiben AfD-Chefs in Baden-Württemberg

Datum06.06.2026 12:21

Quellewww.zeit.de

TLDRMarkus Frohnmaier und Emil Sänze wurden als Co-Vorsitzende der AfD Baden-Württemberg wiedergewählt. Sie führen den Landesverband seit 2022. Frohnmaier, zurück von einer kontroversen Russland-Reise, warb für die Wiederinbetriebnahme der Nord Stream. Beide gelten als einflussreiche Figuren. Die AfD zeigte sich auf dem Parteitag geeint, nachdem frühere Treffen von Unruhen geprägt waren. Bei der Landtagswahl erzielte die Partei mit 18,8 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis in Baden-Württemberg.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Delegiertentreffen“. Lesen Sie jetzt „Frohnmaier und Sänze bleiben AfD-Chefs in Baden-Württemberg“. Markus Frohnmaier und Emil Sänze führen weiterhin die AfD in Baden-Württemberg. Die beiden stehen seit 2022 an der Spitze des Landesverbands und wurden beim Landesparteitag in Heidenheim im Amt bestätigt. 91,25 Prozent der Delegierte stimmten für Frohnmaier, 74,84 Prozent für Sänze. Frohnmaier ist 35 Jahre alt und Vize-Fraktionschef der AfD im Bundestag. Er kehrte kurz vor dem Parteitag erst von einer umstrittenen Russland-Reise zurück. In Heidenheim warb er für eine Wiederinbetriebnahme der Nord-Stream-Pipelines und die Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen. Frohnmaier gilt als einer der einflussreichsten Vertreter des rechten Flügels seiner Partei und als enger Vetrauter von Bundeschefin Alice Weidel. Er war auch Spitzenkandidat der AfD bei der baden-württembergischen Landtagswahl. Sänze ist 75 Jahre alt und Abgeordneter des Landtags.  Der AfD-Landesverband zeigt sich heute nach außen geschlossen. In der Vergangenheit hatte es auf AfD-Parteitagen in Baden-Württemberg regelmäßig Tumulte gegeben, Grabenkämpfe wurden auf offener Bühne ausgetragen. Die Partei kam bei der Landtagswahl im Südwesten im März auf 18,8 Prozent - und verdoppelten damit fast ihr Ergebnis. Mit 35 Mandaten sind sie mit Abstand die stärkste Oppositionskraft. Frohnmaier bleibt allerdings in der Bundespolitik - er hatte gar nicht für den Landtag kandidiert und wäre nur als Ministerpräsident nach Baden-Württemberg gekommen. © dpa-infocom, dpa:260606-930-182257/1