Mängel: TU muss zweites Gebäude aus Sicherheitsgründen schließen

Datum06.06.2026 10:10

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Technische Universität Berlin (TU) musste ein zweites Gebäude, die gemeinsame Universitätsbibliothek, aus Sicherheitsgründen schließen. Ein Defekt an einer Notstromanlage, die sicherheitsrelevante Systeme versorgt, ist die Ursache. Dies geschieht kurz nach der Schließung des TU-Hauptgebäudes wegen Baumängeln. Beide Schließungen führen zu erheblichen Einschränkungen für Studierende und Forschende. Die TU arbeitet an der Behebung des Defekts und einer schrittweisen Überprüfung aller Gebäude.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Mängel“. Lesen Sie jetzt „TU muss zweites Gebäude aus Sicherheitsgründen schließen“. Die Technische Universität Berlin (TU) muss binnen kurzer Zeit nach ihrem Haupthaus ein zweites Gebäude aus Sicherheitsgründen schließen. Wie die Hochschule auf ihrer Webseite mitteilte, kann die gemeinsame Universitätsbibliothek der TU und der Universität der Künste Berlin seit Freitagabend bis einschließlich 12. Juni nicht genutzt werden.  Hintergrund ist demnach eine defekte Zylinderkopfdichtung einer technischen Anlage, die bei einer Prüfung durch Sachverständige festgestellt wurde. Das Aggregat sei wichtig, weil es in Notfällen der Stromversorgung sicherheitsrelevanter Anlagen diene. Daher müsse das Gebäude bis zur Reparatur aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen bleiben.  Das TU-Hauptgebäude ist wegen Baumängeln seit 9. Mai geschlossen. Als Grund nannte die TU damals "bauliche Auffälligkeiten", die bei einer Begehung durch Behörden und die Berliner Feuerwehr festgestellt worden seien. Ein Termin zur Wiederöffnung ist nicht absehbar. "Zum Sommersemester werden wir das noch nicht aufkriegen", sagte TU-Präsidentin Fatma Deniz am vergangenen Donnerstag dem RBB. Laut TU mussten zuletzt rund 350 Lehrveranstaltungen pro Woche in andere Räume verlegt werden oder digital stattfinden. Zu dem neuen Problem mit der Bibliothek erklärte Deniz: "Ich habe sofort den Krisenstab einberufen und umgehend alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um den Defekt schnellstmöglich zu beheben und die volle Betriebssicherheit wiederherzustellen." Eine Reparatur sei beauftragt.  "Uns ist bewusst, dass die Schließung insbesondere für unsere Studierenden und Forschenden mit sehr großen Einschränkungen verbunden ist", so Deniz. "Gleichzeitig sehen wir angesichts der sicherheitsrelevanten Funktion der Netzersatzanlage keine verantwortbare Alternative. Wir bitten daher um Verständnis für diese Maßnahme."  Die neu gegründete "Planungs-Taskforce Brandschutz" der TU Berlin prüfe stufenweise jedes einzelne Gebäude. "Nur so ermöglichen wir eine belastbare Strategie und Abarbeitung der Mängel." © dpa-infocom, dpa:260606-930-181756/1