Datum06.06.2026 05:03
Quellewww.zeit.de
TLDRDrei Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt beginnen die Parteien in Magdeburg mit dem Aufhängen erster Wahlplakate. Die AfD, die laut Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem gilt und in Umfragen deutlich vorn liegt, plant fast 50.000 eigene Plakate und ein Budget von 1,5 Millionen Euro. Auch Grüne, Linke und FDP starten ihre Plakatkampagnen. Die CDU äußert sich erst nach ihrem Parteitag.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landtagswahl“. Lesen Sie jetzt „Parteien hängen erste Wahlplakate in Magdeburg auf“. Drei Monate vor der Landtagswahl beginnen die Parteien damit, die ersten Plakate in der Landeshauptstadt Magdeburg aufzuhängen. Wie die Grünen auf Anfrage mitteilten, soll bereits ab Samstag mit dem Plakatieren begonnen werden. Die Linke beginnt nach eigenen Angaben am Sonntagvormittag mit der Plakatierung, die FDP ebenfalls im Laufe des Wochenendes. Die AfD hatte am Freitag ihre Wahlkampagne offiziell vorgestellt. Die AfD will nach eigenen Angaben allein über den Landesverband knapp 50.000 Plakate aufhängen. Dazu kämen eigene Plakate der Kreisverbände. Die Linke werde landesweit rund 16.500 Plakate aufhängen, sagte ein Sprecher. Die Grünen hängen nach Parteiangaben rund 7.500 Plakate auf. Dazu kämen jeweils noch mobile Großflächen und digitale LED-Tafeln. Die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD will erstmals in Deutschland bei der Landtagswahl im September die Regierung erobern. In Umfragen lag sie zuletzt mit rund 40 Prozent deutlich vor der regierenden CDU, die zwischen 24 und 26 Prozent erreichte. Auch die finanziellen Mittel sind bei der AfD deutlich höher. So rechnet die Partei mit einem Wahlkampfbudget von rund 1,5 Millionen Euro. Die Grünen planen nach eigenen Angaben mit den Budgets der Kreisverbände mit etwas mehr als einer Million Euro. Die Linke veranschlagt als Gesamtbudget etwa 562.000 Euro. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze will sich erst nach ihrem Parteitag am nächsten Wochenende zur Wahlkampagne äußern. Während landesweit erst sechs Wochen vor der Wahl, also Ende Juli, mit dem Plakatieren begonnen werden darf, gilt in der Landeshauptstadt eine Sonderregel, die die Wahlwerbung bereits ab drei Monaten vor der Wahl erlaubt. © dpa-infocom, dpa:260606-930-181265/1