Keir Starmer hält russischen Angriff auf Nato in vier Jahren für möglich

Datum05.06.2026 22:20

Quellewww.spiegel.de

TLDRDer britische Premierminister Keir Starmer warnt vor einem möglichen russischen Angriff auf die Nato innerhalb von vier Jahren, basierend auf Geheimdiensten und Nato-Partnern. Angesichts dieser Einschätzung plant Großbritannien in den nächsten zehn Jahren erhebliche Investitionen in die Verteidigung. Ähnliche Warnungen kamen bereits von anderen europäischen Politikern und Militärs. Ziel ist die Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten zur Abschreckung möglicher russischer Aggression.

InhaltGroßbritanniens Premierminister Keir Starmer hat vor einem russischen Angriff auf die Nato in der Zukunft gewarnt. Das Land will deshalb stärker in Verteidigung investieren. Großbritannien geht davon aus, dass Russland in vier Jahren die Nato angreifen könnte. Zu dem Schluss seien britische Geheimdienste sowie weitere Nato-Staaten gekommen, sagte Premierminister Keir Starmer beim Besuch eines Drohnenherstellers in Südwestengland. Im Hinblick auf die Verteidigungskapazitäten seines Landes sagte er: "Sie verstehen also, welche Dringlichkeit und Bedeutung wir diesem Thema derzeit beimessen." Ähnlich hatten sich in den vergangenen Monaten bereits andere europäische Spitzenpolitiker geäußert. Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte im vergangenen Dezember vor einem russischen Angriff auf Nato-Gebiet binnen fünf Jahren gewarnt. Die Bundeswehr geht nach Aussagen von Generalinspekteur Carsten Breuer davon aus, dass Russland ab 2029 zu einem groß anlegten Angriff auf Nato-Gebiet in der Lage sein könnte. In einem Interview mit der Rundfunkanstalt BBC hatte zuvor der britische Generalstabschef Richard Knighton gesagt, dies sei der "gefährlichste Zeitraum" seiner 35-jährigen militärischen Laufbahn. Es sei vor diesem Hintergrund wichtig, dass Großbritannien und seine Verbündeten ihre Fähigkeiten verstärkten, um "unsere Gegner abzuhalten, etwas Unüberlegtes zu tun". Großbritannien plant nach Angaben von Regierungschef Starmer einen auf zehn Jahre ausgerichteten Investitionsplan zur Stärkung der eigenen Verteidigung, dieser solle vor dem am 7. Juli beginnenden Nato-Gipfel veröffentlicht werden.