Datum05.06.2026 18:42
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Abrechnung von Corona-Überbrückungshilfen für Unternehmen dauert auch vier Jahre nach Auslaufen der Programme noch an. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Schlusslichtern bei der Erledigung. Wirtschaftsminister Blank nennt begrenzte Ressourcen und Fristverlängerungsbitten von Steuerberatern als Gründe. Die langwierigen Prüfprozesse führen zu Unsicherheit bei Unternehmen. Die Hilfsprogramme wurden vom Bund zur Unterstützung während der Pandemie aufgelegt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Corona-Hilfen“. Lesen Sie jetzt „Abrechnung von Corona-Überbrückungshilfen dauert“. Vier Jahre nach dem Ende des letzten Corona-Überbrückungshilfeprogramms für Unternehmen ist die Abrechnung der Förderfälle noch nicht abgeschlossen. Man sei inzwischen bei über 60 Prozent, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) im Landtag. Mecklenburg-Vorpommerns Arbeitgeberpräsident Lars Schwarz sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Nordosten gehöre zu den Schlusslichtern bei den Schlussabrechnungen der Corona-Überbrückungshilfen. Die CDU, auf deren Initiative das Thema im Parlament behandelt wurde, kritisierte, offene Verfahren und langwierige Prüfprozesse führten bei zahlreichen Unternehmen zu Planungs- und Investitionsunsicherheit. Minister Blank erklärte im Landtag, die Ressourcen seien begrenzt. Auch habe die Bitte von Steuerberatern um Fristverlängerung bei der Endabrechnung zu Verzögerungen geführt. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte während der Corona-Pandemie nach der Soforthilfe nacheinander vier Überbrückungshilfe-Programme aufgelegt, um betroffene Unternehmen zu unterstützen. Das letzte lief Ende Juni 2022 aus. © dpa-infocom, dpa:260605-930-180373/1