Datum05.06.2026 17:03
Quellewww.zeit.de
TLDRAuf einem Gipfel in Tivat trafen sich Staats- und Regierungschefs der Westbalkan-Staaten und Vertreter der EU, um stockende EU-Beitrittsprozesse zu beschleunigen. Geopolitische Spannungen und Einflüsse Russlands/Chinas steigern das EU-Interesse an der Region. Mehr als 50.000 NS-Opfer wurden seit 2021 in Deutschland eingebürgert.
InhaltDie EU will den Westbalkan wieder stärker an sich binden. Aber hat der eigentlich noch Lust auf Europa? Und: Mehr als 50.000 Opfer von NS-Unrecht eingebürgert In Montenegro haben sich die Staats- und Regierungschefs der sechs Westbalkan-Staaten mit Vertretern der Europäischen Union getroffen. Zu den Teilnehmern des Gipfels in Tivat gehörten auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Es ging unter anderem um die Frage, wie die seit Jahren stockenden EU-Beitrittsprozesse der Länder wieder beschleunigt werden können. In der EU wächst das Interesse an einer engeren Zusammenarbeit mit der Region wieder, auch wegen geopolitischer Spannungen und des Einflusses anderer Länder wie Russland oder China. Zu den Westbalkan-Staaten zählen Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Alle sechs Länder streben einen EU-Beitritt an, die Verhandlungen kommen jedoch seit Jahren nur langsam voran. Woran das liegt und wie viel Vertrauen die Bürgerinnen und Bürger der Länder dabei noch in die EU haben, erläutert Vedran Džihić, Politikwissenschaftler am Österreichischen Institut für Internationale Politik. Außerdem im Update: Mehr als 50.000 Menschen, denen in der NS-Zeit die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen oder vorenthalten wurde, sind seit 2021 wieder eingebürgert worden. Das geht aus Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor. Insgesamt stellten Betroffene in diesem Zeitraum mehr als 100.000 Anträge auf sogenannte Wiedergutmachungseinbürgerung. Die Möglichkeit zur Einbürgerung war 2021 durch eine Gesetzesänderung erweitert worden. Und sonst so: Bär öffnet Fenster und flieht Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.