Schwimmbäder: Berliner Bäder: Kein Extra-Verbot für Smart Glasses geplant

Datum05.06.2026 15:35

Quellewww.zeit.de

TLDRBerliner Bäder planen kein extra Verbot von Smart Glasses. Foto- und Filmaufnahmen fremder Personen sind bereits generell untersagt und schließen somit auch Smart Glasses ein. Es gab bisher keine bekannten Vorfälle oder Beschwerden in Berlin. Anders als in Potsdam, wo ein explizites Verbot diskutiert wurde, sieht Berlin keinen zusätzlichen Handlungsbedarf, da die geltenden Regeln bereits ausreichen. Die Überwachung erfolgt durch Personal und Wachdienste.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schwimmbäder“. Lesen Sie jetzt „Berliner Bäder: Kein Extra-Verbot für Smart Glasses geplant“. Anders als in Potsdam sollen in den Berliner Schwimmbädern Smart Glasses, also Brillen mit Kameras und Mikrofonen, nicht explizit verboten werden. Foto- und Filmaufnahmen fremder Menschen seien in der Haus- und Badeordnung ohnehin verboten, teilten die Bäder-Betriebe auf dpa-Anfrage mit. "Das Verbot bezieht sich auf alle Geräte, mit denen Foto- und Filmaufnahmen möglich sind, schließt also Smart Glasses ein." Bisher seien keine derartigen Fälle mit Fotos oder Beschwerden zu diesem Thema in den Berliner Bädern bekannt. "Deshalb gibt es bei uns diese Überlegung bislang nicht." Die Einhaltung des Film- und Fotoverbots werde vom Personal und auch von den Wachleuten in den Freibädern kontrolliert. Gäste könnten auch das Personal ansprechen und sich beschweren, wenn sich ein anderer Gast nicht an das Verbot halte.  In Potsdam stimmten die Stadtverordneten dafür, ein derartiges Verbot in die Haus- und Badeordnung der dortigen Bäderlandschaft aufzunehmen. "Diese Geräte ermöglichen das unauffällige Anfertigen von Bild- und Videoaufnahmen, ohne dass betroffene Personen dies unmittelbar erkennen können", hieß es im Antrag der Fraktion Grüne/Volt. "Derzeit werden Aufnahmen zunehmend in sozialen Medien veröffentlicht, ohne dass die Betroffenen davon wissen." Tatsächlich soll es einen Trend geben, bei dem Männer sich mit solchen Brillen ausstatten und junge Frauen filmen, während sie sie ansprechen oder beobachten. Diese Aufnahmen sollen dann unter bestimmten Hashtags in den bekannten Internetportalen veröffentlicht werden. © dpa-infocom, dpa:260605-930-179325/1