Ukraine-Krieg: Russland und Ukraine tauschen jeweils 185 Gefangene aus

Datum05.06.2026 15:29

Quellewww.spiegel.de

TLDRRussland und die Ukraine haben jeweils 185 Kriegsgefangene ausgetauscht. Darunter befinden sich auch zivile Gefangene und Personen, die seit 2022 in Gefangenschaft waren. Die Vereinigten Arabischen Emirate vermittelten den Austausch, der laut beide Seiten an der Grenze zu Belarus stattfand. Dies ist ein weiteres Beispiel für den fortlaufenden Austausch, der als einer der wenigen Dialogkanäle zwischen den Konfliktparteien gilt.

InhaltMoskau und Kyjiw haben je 185 Gefangene ausgetauscht. Unter ihnen soll auch ein Zivilist sein – und Menschen, die seit 2022 in Gefangenschaft waren. Die Vereinigten Arabischen Emirate sollen vermittelt haben. Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Moskau habe 185 eigene Soldaten zurückgeholt und Kyjiw im Gegenzug eine gleich große Anzahl gefangener Ukrainer übergeben, teilte das russische Verteidigungsministerium der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Moskau bedankte sich bei den Vereinigten Arabischen Emiraten für die Vermittlung des Austauschs. Die Übergabe fand demnach erneut an der Grenze zwischen der Ukraine und Belarus statt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Rückkehr von 185 ukrainischen Soldaten. Daneben sei auch ein Zivilist freigekommen, schrieb er auf X. Einige der Rückkehrer waren seinen Angaben nach seit 2022 in russischer Gewalt. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. "Die Arbeit geht weiter. Die Rückkehr unserer Menschen ist eine ständige Priorität für die Ukraine. Täglich arbeiten wir daran, jeden ukrainischen Mann und jede ukrainische Frau aus der Gefangenschaft zu befreien", teilte der Präsident der Ukraine mit. Russland und die Ukraine tauschen immer wieder Kriegsgefangene miteinander aus. Es ist das einzige Feld, wo der Dialog zwischen den beiden Konfliktparteien mehr als vier Jahre nach Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Kriegs funktioniert. Die vorherige Runde fand am 15. Mai statt, als die beiden Kriegsgegner einander jeweils 205 gefangene Soldaten übergaben. In einem offenen Brief an Putin hat Selenskyj am Donnerstag auch einen Austausch aller Kriegsgefangenen als eine Etappe auf dem Weg zu einem Frieden angeregt. Bislang gab es darauf keine Reaktion aus Moskau. Lesen Sie auch: Der ukrainische Präsident hat direkte Gespräche mit seinem russischen Kriegsgegner vorgeschlagen, auf neutralem Boden. US-Präsident Trump reagiert wohlwollend. Beim Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg ist nun Putin am Zug.