Boehringer Ingelheim und Eli Lilly: Regierung weist Kritik der Pharmaindustrie an Gesundheitsreform zurück

Datum05.06.2026 14:48

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Bundesregierung bedauert den geplanten Investitionsstopp der Pharmakonzerne Boehringer Ingelheim und Eli Lilly in Deutschland, hält aber an ihren Sparplänen für die gesetzliche Krankenversicherung fest. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bezeichnete die unternehmerischen Entscheidungen als bedauerlich und hob hervor, dass die Herausforderungen, insbesondere durch die US-Pharmapolitik, ernst genommen werden müssten. Trotz der Sparmaßnahmen bleibe der deutsche Markt für die Pharmabranche attraktiv, da diese auch ein Interesse an stabilen Sozialbeiträgen habe. Deutschland arbeite zudem an einer nationalen Pharmastrategie zur Stärkung der Gesundheitswirtschaft.

InhaltDie Bundesregierung bedauert den Investitionsstopp der Pharmakonzerne Boehringer Ingelheim und Eli Lilly in Deutschland. An ihren Sparplänen hält sie aber fest. Die Bundesregierung hat sich zum Stopp von milliardenschweren Pharmainvestitionen in Deutschland geäußert. Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums sagte, unternehmerische Entscheidungen gegen den Standort seien bedauerlich. Sie zeigten, dass die Herausforderungen besonders auch wegen der US-Pharmapolitik sehr ernst zu nehmen seien. Der deutsche Markt bleibe aber trotz der diskutierten Maßnahmen mit dem Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung attraktiv für die Pharmabranche. "Auch dieser Industriezweig hat ja als Arbeitgeber ein Interesse an stabilen Sozialbeiträgen." Ziel der Bundesregierung sei, die Gesundheitswirtschaft zu stärken, sagte die Sprecherin und verwies auf die laufende Erarbeitung einer Pharmastrategie. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.