Datum05.06.2026 13:31
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat sich ein Jahr vor der Heim-WM von Bundestrainer Harold Kreis getrennt. Grund sind drei enttäuschende Turniere in Folge, darunter das Verpassen des Viertelfinals bei der letzten WM sowie eine enttäuschende Leistung bei den Olympischen Spielen. Der DEB erhofft sich durch den Trainerwechsel neue Impulse. Kreis, dessen Vertrag bis 2027 lief, bedankte sich für die Zeit und wünschte dem Verband und der Mannschaft alles Gute. Ein Nachfolger ist noch nicht benannt.
InhaltDer Deutsche Eishockey-Bund hat sich ein Jahr vor der Heim-WM von Bundestrainer Kreis getrennt. Der DEB reagierte damit auf das dritte enttäuschende Turnier in Serie. Nach der verpatzten Weltmeisterschaft in der Schweiz haben sich der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und Bundestrainer Harold Kreis "einvernehmlich" getrennt. Der bis 2027 laufende Vertrag des Deutsch-Kanadiers werde "mit sofortiger Wirkung" beendet, teilte der DEB mit. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. "Wir sind nach einer intensiven Analyse zu diesem Entschluss gelangt", sagte DEB-Sportvorstand Christian Künast über die Trennung. "Harold Kreis hat sich mit großer Hingabe in den Dienst der Nationalmannschaft gestellt und leistungsstarke Verdienste um das deutsche Eishockey erworben." Allerdings sei man "der festen Überzeugung, dass es nun einen neuen Impuls braucht". "Die vergangenen drei Jahre mit der Nationalmannschaft waren eine besondere Zeit, an die ich mit großer Dankbarkeit zurückdenke", sagte Kreis zum Abschied. "Ich wünsche dem Verband und der Mannschaft für die kommenden Aufgaben alles Gute." Bei der WM in der Schweiz hatte der Vize-Weltmeister von 2023 wie schon 2025 das Minimalziel Viertelfinale verpasst. Dazwischen war auch das olympische Turnier bei den Winterspielen in Mailand mit der mutmaßlich besten deutschen Nationalmannschaft und allen NHL-Superstars um Leon Draisaitl eine Enttäuschung. Trotz eines günstigen Turnierplans hatte Deutschland eine mögliche Medaille leichtfertig verspielt. Anschließend hatte es deutliche Kritik der Spieler am Coaching und der Organisation rund um die Spiele gegeben. Kreis war bereits 2010 als Assistent des damaligen Bundestrainers Uwe Krupp am WM-Halbfinaleinzug Deutschlands beteiligt gewesen. In seinem ersten Vertragsjahr als Bundestrainer hatte er das deutsche Team 2023 auf Anhieb im WM-Endspiel gegen Kanada (2:5) geführt.