Datum05.06.2026 10:43
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Sparkassen-Filialnetz in Brandenburg schrumpft weiter. Im vergangenen Jahr gab es 330 besetzte Filialen, 20 Jahre zuvor waren es noch 401. Das Ministerium begründet dies mit dem veränderten Nutzungsverhalten hin zu Online-Banking und kontaktlosen Diensten. Die Opposition kritisiert dies als Gleichgültigkeit gegenüber dem ländlichen Raum und verweist auf den gesetzlichen Auftrag der Sparkassen zur Daseinsvorsorge.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Weniger Filialen“. Lesen Sie jetzt „Sparkassen-Netz in Brandenburg dünnt sich weiter aus“. Das Netz aus Sparkassenfilialen dünnt sich weiter aus. Im vergangenen Jahr habe es in Brandenburg landesweit noch 330 mit Mitarbeitern besetze Filialen gegeben, teilte die Landesregierung als Antwort auf eine Kleine Anfrage der BSW-Fraktion im Landtag mit. Vor 20 Jahren waren es demnach noch 401 Filialen im gesamten Bundesland. "Die Entwicklung des Filialnetzes der Sparkassen in Brandenburg trägt dem veränderten Nutzungsverhalten der Kundinnen und Kunden Rechnung", hieß es als Erklärung vom Finanzministerium. Onlinebasierte Bankdienstleistungen und kontaktloser Bezahldienste würden zunehmen. Außerdem würden weniger Beratungen vor Ort stattfinden. Die Antworten der Landesregierung zeigten "eine erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber dem ländlichen Raum", sagte der BSW-abgeordnete Christian Dorst. Die Regierung ignoriere, dass die Sparkassen als öffentlich-rechtliche Institute einen klaren, gesetzlichen Auftrag zur Daseinsvorsorge hätten. © dpa-infocom, dpa:260605-930-176935/1