Neue Reihe: Unsere verrückten Heiligen: Simone Weil, die Hungerkünstlerin

Datum05.06.2026 06:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDiese neue Reihe stellt die Philosophin Simone Weil (1909-1943) vor, eine geniale, wahrhaftige Denkerin, die sich durch ihr Leben und ihren Tod vor gesellschaftlicher Ungerechtigkeit und Kriegsgewalt befreite. Die Schwestern Johanna Haberer und Sabine Rückert erzählen in "Unter Pfarrerstöchtern" von Weil, die durch ihren radikalen Lebensstil, der sie buchstäblich in den Tod hungerte, Weltverhältnisse hinterfragte und neue Perspektiven eröffnete. Die Serie porträtiert außergewöhnliche Menschen, die für ihre Überzeugungen kämpfen und sterben.

InhaltSie war genial, durch und durch wahrhaftig und wurde stark verehrt. Die Philosophin Simone Weil hatte nicht viel Freude am Leben – und hungerte sich zu Tode. Die Pariserin Simone Weil (1909 - 1943) war eine geniale Denkerin, eine unermüdliche Vielschreiberin und eine hochempfindliche Mystikerin. Die Ungerechtigkeit der Gesellschaften und die Gewalt der zwei Weltkriege waren ihr unerträglich. Sie wollte sich befreien von der Schwerkraft der Natur.  In Folge 4 erzählt Johanna Haberer ihrer Schwester Sabine Rückert von ihrer Juni-Heiligen: einer Frau, die konsequent war bis in den Tod. In "Unter Pfarrerstöchtern – unsere verrückten Heiligen" erzählen die Schwestern Sabine Rückert und Johanna Haberer einmal im Monat die unglaublichen Geschichten ihrer eigenen Heiligen. Die sind weltlich und trotzdem auf der Welt nicht ganz zu Hause. Es sind Menschen, die neue Dimensionen eröffnen. Die einen anderen Blick auf das Leben haben. Die Verhältnisse nicht einfach hinnehmen. Die einen gewaltigen Mut an den Tag legen und mitunter für ihre Überzeugungen sterben.