Der US-Überblick am Morgen : USA bauen neue Kohlekraftwerke, Sanktionen gegen Kubas Präsidenten

Datum05.06.2026 04:38

Quellewww.zeit.de

TLDRDie USA investieren 700 Millionen Dollar in den Kohlebergbau, um neue Kraftwerke zu bauen und Arbeitsplätze zu sichern, was Umweltschützer kritisierten. Gleichzeitig verhängte die US-Regierung Sanktionen gegen Kubas Präsidenten Díaz-Canel und seine Familie. Im Repräsentantenhaus scheiterte ein Antrag der Demokraten gegen einen umstrittenen Entschädigungsfonds für Trump-Verbündete. American Airlines reduziert Flugrouten wegen hoher Kerosinkosten. Trump plant zudem eine Umgestaltung Washingtons mit einer neuen Promenade und einem Triumphbogen.

InhaltDie US-Regierung kündigt Investitionen in die Kohleindustrie an. Im Repräsentantenhaus scheitert ein Antrag für ein Aus des umstrittenen Entschädigungsfonds. Die Nacht US-Präsident Donald Trump hat umfassende Investitionen in den Kohlebergbau angekündigt. Man wolle die Kohleindustrie mit rund 700 Millionen US-Dollar unterstützen, teilte Trump mit. Damit ‌sollen unter anderem Kohlekraftwerke ​modernisiert sowie die zwei ersten neuen Anlagen seit 2013 gebaut werden. Trump begründet den Schritt mit dem Stromverbrauch von künstlicher Intelligenz und der Sicherung von Arbeitsplätzen. Umweltverbände übten deutliche Kritik. Für den Vorstoß will Trump ein Gesetz aus der ​Zeit des Kalten Krieges nutzen. Lesen Sie hier mehr zur neuen Förderung für Kohlekraftwerke in den USA. Die USA haben Kubas Präsidenten Miguel Díaz-Canel und seine Familienmitglieder mit Sanktionen belegt. Laut dem US-Finanzministerium wurde der 66-Jährige auf eine zentrale Strafliste gesetzt, wodurch Vermögenswerte eingefroren werden können. Auch seine Ehefrau und sein Stiefsohn sind betroffen sowie ein Sohn und ein Enkel des 95-jährigen Ex-Präsidenten Raúl Castro. "Wir haben gute Pläne für Kuba", sagte US-Präsident Trump vor Reportern. Angesichts der Drohungen gab sich Díaz-Canel zuletzt kämpferisch. "Meine Herren Imperialisten: Wir haben absolut keine Angst vor Ihnen", sagte er. Lesen Sie hier mehr zu den neuen Sanktionen gegen Kubas Präsident. Die Republikaner im US-Senat haben einen Vorstoß der Demokraten gegen einen umstrittenen Entschädigungsfonds für Verbündete von Präsident Trump abgewehrt. Der Antrag hätte Trump dauerhaft daran gehindert, den Fonds im Umfang von 1,776 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) für Zahlungen an Verbündete einzurichten, die nach seiner Darstellung von der Regierung des vorigen US-Präsidenten Joe Biden verfolgt wurden. Über den Entschädigungsfonds waren weitere Abstimmungen geplant. "Ich kann nicht vorhersagen, wie es ausgeht", sagte der republikanische Mehrheitsführer John Thune. Auf die Frage, ob der Fonds vom Tisch sei, sagte auch Trump kürzlich: "Ich weiß es nicht." Lesen Sie hier mehr zur Niederlage für die Demokraten im Repräsentantenhaus. American Airlines lässt wegen stark gestiegener Kerosinkosten infolge des Irankriegs im Sommer mehrere Verbindungen ausfallen. Die US-Fluggesellschaft teilte mit, sie habe ihr Angebot auf "ausgewählten Strecken" im August und September angepasst. Betroffenen Reisenden würden alternative Verbindungen oder Erstattungen angeboten. US-Medien berichteten, dass sechs Strecken betroffen seien, vor allem Flüge ab Los Angeles. Das Unternehmen verwies auf Treibstoffkosten und schrieb, die Änderungen stünden im Einklang mit Entwicklungen der Branche. Keine der Strecken werde dauerhaft gestrichen. Lesen Sie hier mehr zur Flugplanänderung bei American Airlines. US-Präsident Donald Trump treibt ​die Umgestaltung der US-Hauptstadt Washington, D.C. mit einer neuen Promenade und einem riesigen Triumphbogen voran "Sie ​wollen sie Trumppromenade nennen, aber ⁠ich weiß nicht, ob ich ​das will. Sie wird aber wunderschön werden", sagte Trump ‌⁠über die geplante ​Anlage am Lincoln Memorial. Die Promenade soll vom Denkmal zum Ufer des Potomacflusses führen, zudem plant Trump einen 76 Meter hohen Triumphbogen am gegenüberliegenden Ufer. Bei seinen Umgestaltungsplänen stoßt Trump jedoch auf auf Widerstand: So muss das ​Kennedy Center nach einem Gerichtsurteil den Namen Trumps wieder aus der offiziellen Bezeichnung entfernen.