Datum04.06.2026 22:58
Quellewww.spiegel.de
TLDRRichard Gere übt scharfe Kritik an der US-Migrationspolitik und schämt sich für die Behandlung von Flüchtlingen durch seine Regierung. Der Schauspieler bezeichnete die aktuelle Lage in den USA unter Donald Trump als den "dunkelsten Moment", den er je erlebt habe. Gere nutzt seine Plattform, um für einen toleranteren Umgang mit Migration einzutreten und äußert sich enttäuscht über die Spaltung und den autoritären Kurs.
InhaltDer US-Schauspieler Richard Gere ("Pretty Woman") ist ein scharfer Trump-Kritiker. Bei einer Veranstaltung in Berlin ging er mit der US-Migrationspolitik hart ins Gericht. Wenn es um Kritik am autoritären Kurs von US-Präsident Donald Trump geht, sind viele US-Promis mindestens vorsichtig geworden (böse Zungen würden feige sagen). Einer, der weiterhin kein Blatt vor den Mund nimmt, ist Hollywood-Star Richard Gere (76): der bezeichnete Trump kürzlich kurzum als "Irren". Auch auf Deutschlandbesuch scheint Gere die Verhältnisse in seiner Heimat nicht vergessen zu können. Besonders bestürzt zeigte er sich in Berlin bei der Vorstellung einer neuen Initiative für einen toleranteren Umgang mit Migration. "Wir sprechen oft von Migranten, von Flüchtlingen, als wären sie anders als wir. Als gehörten sie zu einer anderen Kategorie von Menschen", sagte der US-Schauspieler angesichts des Umgangs der US-Regierung mit Geflüchteten. "Ich schäme mich zutiefst dafür, das solltet ihr wissen." Bereits Anfang der Woche hatte Gere bei einer Preisverleihung scharfe Kritik an Trump geübt. "Wir leben im dunkelsten Moment, den ich auf diesem Planeten je erlebt habe", sagte der 76-Jährige. "Am ersten Tag hat dieser Typ fast alles demontiert, was an der US-Regierung und am US-Volk gut war", fügte Gere hinzu. Ob der Schauspieler, der mit seinen Rollen in "Pretty Woman" und "American Gigolo" weltberühmt wurde, auch aufgrund seines Entsetzens über die Verhältnisse in den USA gerade nach Deutschland, nun ja, geflüchtet ist? Das ist nicht bekannt. Gerne würde man den Verzweifelten, der sich seit Jahrzehnten für humanitäre Zwecke einsetzt, mit einem Vers des hiesigen Dichters Friedrich Hölderlin aus der Hoffnungslosigkeit helfen: "Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch."