Datum04.06.2026 22:36
Quellewww.zeit.de
TLDREin 55-jähriger Deutscher wurde in Frankreich wegen des Mordes an einem Zehnjährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Mann, auch bekannt als „Maskenmann“, ist in Deutschland bereits wegen dreifachen Kindsmordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die französischen Behörden sind davon überzeugt, dass der Mord am Zehnjährigen im Jahr 2004 die Handschrift des Angeklagten trägt.
InhaltWegen des Mordes an einem Zehnjährigen wird ein Deutscher in Frankreich zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wurde bereits für dreifachen Kindesmord schuldig gesprochen. In Frankreich ist ein deutscher Serienmörder zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht in Nantes sprach den 55-jährigen Martin N. wegen des Mordes an einem Zehnjährigen schuldig, wie mehrere französische Medien übereinstimmend aus dem Gerichtssaal berichteten. Der Zehnjährige war im April 2004 aus einem Schullandheim in Westfrankreich entführt worden. Seine Leiche wurde wenige Wochen später unbekleidet in einem Teich rund 30 Kilometer entfernt entdeckt. Mit dem Urteil entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft, die in ihrem Plädoyer betonte, der Mord trage "die Handschrift" des Angeklagten. Der Angeklagte, der die Vorwürfe während des Verfahrens bestritten hatte, nahm das Urteil regungslos auf. In Deutschland ist N. als "Maskenmann" bekannt und bereits wegen dreifachen Kindsmordes schuldig gesprochen. Zwischen 1992 und 2001 missbrauchte der frühere Pädagoge minderjährige Jungen und ermordete drei Kinder. 2011 wurde er in Hamburg-Wilstorf festgenommen und ein Jahr später zu lebenslanger Haft verurteilt. Die meisten seiner Taten hatte er im Prozess gestanden.