Datum04.06.2026 18:43
Quellewww.zeit.de
TLDRAufgrund des Nachweises des Blauzungenvirus in Fulda, Hessen, wurden mehrere niedersächsische Landkreise (Göttingen, Northeim, Holzminden, Goslar) in eine 150-km-Radius-Sperrzone einbezogen. Das Virus befällt empfängliche Tiere wie Schafe und Rinder und wird durch Gnitzen übertragen, ist für Menschen jedoch ungefährlich. Innerhalb der Zone gelten für den Transport und Handel betroffener Tierarten besondere Bestimmungen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Virusbekämpfung“. Lesen Sie jetzt „Niedersächsische Kreise in Sperrzone wegen Blauzungenvirus“. Mehrere Landkreise in Südniedersachsen liegen in einer Sperrzone für die Blauzungenkrankheit. Betroffen sind die Kreise Göttingen, Northeim, Holzminden sowie Goslar, wie die Kreisverwaltung Göttingen mitteilte. Grund ist der Nachweis des Virus in einer Tierhaltung im hessischen Landkreis Fulda. Rund um den Betrieb wurde eine Sperrzone in einem Radius von 150 Kilometern eingerichtet - davon sind neben Hessen auch Teile Niedersachsens und Thüringens betroffen. In der Zone gelten besondere Vorgaben für den Transport und Handel empfänglicher Tierarten. Bei der Blauzungenkrankheit handelt es sich um eine virusbedingte, hauptsächlich akut verlaufende Krankheit. Schafe und Rinder, aber auch Ziegen, Kameliden wie Lamas und Alpakas und Wildwiederkäuer sind dafür empfänglich. Übertragen wird das Virus durch kleine blutsaugende Stechmücken, sogenannte Gnitzen. Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Bei Rindern können unter anderem Entzündungen der Zitzenhaut und der Schleimhäute auftreten. Schafe können unter Fieber, Apathie, Veränderungen der Schleimhäute und Lähmungen leiden. In manchen Fällen verfärbt sich die Zunge blau, daher stammt der Name "Blauzungenkrankheit". © dpa-infocom, dpa:260604-930-174593/1