Statistik zu Eheschließungen: Harz bleibt Sachsen-Anhalts Hochzeits-Hochburg

Datum04.06.2026 13:17

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Harz ist weiterhin Sachsen-Anhalts beliebteste Region zum Heiraten, gefolgt vom Saalekreis. Dies ist seit 2017 der Fall. Landesweit gab es 7.834 Trauungen, weniger als im Vorjahr. Die meisten Paare heirateten zum ersten Mal; bei über der Hälfte gab es vor der Hochzeit noch keine gemeinsamen Kinder. Langfristig sinkt die Zahl der Erstheiraten, deren Anteil an allen Eheschließungen aber konstant bleibt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Statistik zu Eheschließungen“. Lesen Sie jetzt „Harz bleibt Sachsen-Anhalts Hochzeits-Hochburg“. Der Landkreis Harz ist weiterhin Sachsen-Anhalts beliebteste Region zum Heiraten. Dort wurden im vergangenen Jahr 996 Ehen geschlossen. Auf Platz zwei folgte der Saalekreis mit 877 Trauungen. Beide Landkreise führen die Rangliste der Hochzeitsorte bereits seit 2017 an, wie das Statistische Landesamt in Halle mitteilte. Landesweit gaben sich 2025 insgesamt 7.834 Paare das Ja-Wort. Das waren 67 weniger als im Vorjahr. Die wenigsten Eheschließungen wurden im Altmarkkreis Salzwedel mit 310 und in Dessau-Roßlau mit 237 registriert. Die Statistik bezieht sich auf den Ort der Trauung und nicht auf den Wohnort der Ehepaare. Die meisten Paare gingen 2025 zum ersten Mal den Bund der Ehe ein. Bei 4.888 Hochzeiten waren beide Partner vor der Eheschließung ledig. Das entsprach 62,4 Prozent aller Eheschließungen. Bei 1.058 Paaren hatten dagegen beide Ehepartner bereits mindestens eine frühere Ehe hinter sich und heirateten nach einer Scheidung erneut. Weitere 206 Verwitwete schlossen erneut eine Ehe. Mehr als die Hälfte der erstmals heiratenden Paare hatte vor der Hochzeit noch keine gemeinsamen Kinder. Bei 1.413 Paaren lebte bereits ein gemeinsames Kind in der Familie, bei weiteren 666 Paaren waren es zwei gemeinsame Kinder. Der Anteil der Paare mit gemeinsamen Kindern vor der Hochzeit habe sich in den vergangenen 15 Jahren kaum verändert, teilte das Landesamt mit. Langfristig ist die Zahl der Erstheiraten allerdings rückläufig. Seit 2010 sank die Zahl der Paare, bei denen beide Partner vor der Hochzeit ledig waren, um 26,7 Prozent. Ihr Anteil an allen Eheschließungen blieb jedoch weitgehend konstant. © dpa-infocom, dpa:260604-930-172816/1