Wetterdienst warnt vor Hagel, Sturm und Starkregen

Datum04.06.2026 12:25

Quellewww.spiegel.de

TLDRDer Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern, insbesondere im Südwesten Deutschlands. Dort sind Sturmböen bis 129 km/h, Hagel, Starkregen und sogar Tornados möglich. Grund ist ein Sturmtief über Schottland. Auch im Südosten und in der Nordwesthälfte muss mit teils stürmischen Böen gerechnet werden. Der DWD rät dringend, die Warnlage zu beachten, besonders bei Aktivitäten im Freien.

InhaltHeute kann zu kräftigen Gewittern kommen, vorwiegend im Südwesten des Landes. Der Deutsche Wetterdienst schließt dort auch Orkanböen und Tornados nicht aus. In Teilen Deutschlands wird es ungemütlich: Im Südwesten sind kräftige Gewitter mit Sturmböen, Hagel und Starkregen möglich. Dort seien auch Orkanböen bis Windgeschwindigkeiten von bis zu 129 Kilometern pro Stunde und kurzlebige Tornados nicht ausgeschlossen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit . Im Südosten kann es demnach am Abend kräftig gewittern. Zumindest deutlich auffrischende Südwest- und Westwinde prognostiziert der DWD für die Nordwesthälfte Deutschlands – gebietsweise seien stürmische Böen möglich. Deutschland gelange in den Einflussbereich eines Sturmtiefs bei Schottland, hieß es zur Erklärung. Besonders ist demnach der Südwesten betroffen: Im Tagesverlauf soll es in diesem Bereich teils kräftige Gewitter geben. Möglich seien kleinkörniger Hagel, Sturmböen mit bis zu 90 Kilometer pro Stunde und lokaler Starkregen mit 20 Liter Wasser pro Quadratmeter in kurzer Zeit. "Die heutige Wetterlage hat es in sich", erklärte DWD-Meteorologe Thorsten Kaluza. "Ab dem Mittag entwickeln sich von Westen her teils kräftige Gewitter, die aufgrund der Windverhältnisse eine markante Eigendynamik entwickeln können." Anders als bei einem normalen Sommergewitter seien diese Gewitter "dynamischer, organisierter und langlebiger", sagte der Meteorologe. "Dementsprechend ist dringend geboten, die Warnlage im Blick zu behalten", so Kaluza – etwa auf der Website des DWD  sowie in den Warn-Apps. Dieser Rat gelte nicht nur, aber besonders bei Aktivitäten im Freien. "Beachten Sie auch die angegebenen Handlungsempfehlungen, um im Zweifelsfall ein besseres Gefühl für das Gefahrenpotenzial zu bekommen." In der Nacht zum Freitag soll die Gewitteraktivität dann nachlassen. Dafür kommt voraussichtlich Regen: An den Alpen und vom Erzgebirge bis zum Zittauer Gebirge sind Stark- oder Dauerregen mit bis zu 30 Liter pro Quadratmeter in zwölf Stunden nicht ausgeschlossen. An der Nordsee kann es steife Böen geben, in Gipfellagen erneut stürmische Böen bis zu 85 Kilometern pro Stunde.