Nachrichtenpodcast: Drei Schritte vorwärts in der Krebstherapie

Datum04.06.2026 06:01

Quellewww.zeit.de

TLDRDie EU-Kommission will durch ein neues Paket digitale Unabhängigkeit stärken und Abhängigkeit von US-Technologie reduzieren. Geplant sind Investitionen in Halbleiterproduktion, Open-Source-Software und europäische Cloud- sowie KI-Infrastrukturen. Daneben gibt es vielversprechende Fortschritte in der Krebstherapie, insbesondere bei Bauchspeicheldrüsenkrebs, Haut- und Brustkrebs, durch neue Impfungen, Gentests und mRNA-Technologie.

InhaltGleich mehrere Studien machen Hoffnung im Kampf gegen Krebs. Eine davon verspricht sogar eine Revolution. Und: So will die EU digital unabhängiger werden. Die EU-Kommission hat am Mittwoch ein neues Maßnahmenpaket zur digitalen Souveränität vorgestellt. Hintergrund ist die Sorge, durch die Abhängigkeit von US-Technologie und digitalen Diensten verwundbar und erpressbar zu sein. Auslöser für die Debatte sind dabei Fälle wie der der Richterin Beti Hohler am Internationalen Strafgerichtshof, die nach US-Sanktionen den Zugang zu verschiedenen US-Dienstleistungen verlor. Das EU-Paket setzt nun auf drei Schwerpunkte: Die Produktion von Halbleitern soll stärker nach Europa geholt werden, Open-Source-Software soll gefördert und europäische Cloud- und KI-Infrastrukturen sollen mit einer neuen Verordnung ausgebaut werden. Zudem sollen sensible Daten verstärkt auf Servern innerhalb der EU gespeichert werden. Für die Pläne werden laut Medienberichten Investitionen von mindestens 200 Milliarden Euro veranschlagt, die überwiegend aus privaten Mitteln kommen sollen. Wie effektiv diese Pläne sind und welche Herausforderungen dabei bestehen, erläutert Johanna Jürgens, Redakteurin im Wirtschaftsressort der ZEIT. Rund um den wichtigsten Krebskongress in Chicago haben Forschende zuletzt mehrere neue Studien zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs, Schwarzem Hautkrebs und Brustkrebs präsentiert. Besonders bemerkenswert sind die Erkenntnisse bei der Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses, weil dieser bislang weitgehend als unheilbar galt. Für den Schwarzen Hautkrebs konnte durch den Einsatz einer mRNA-basierten Impfung das Risiko für Rückfälle und Metastasen im Vergleich zur Standardbehandlung deutlich gesenkt werden. Beim Brustkrebs deutet eine Studie darauf hin, dass durch einen neuen Gentest bei bestimmten Patientinnen eine belastende Chemotherapie hinfällig werden könnte. Die Ergebnisse sollen in weiteren Studien überprüft und zeitnah zur Zulassung eingereicht werden. Was diese Ergebnisse für den Kampf gegen Krebs bedeuten, erklärt Jan Schweitzer, Redakteur im Gesundheitsressort der ZEIT. Und sonst so? Berliner Volksbühne eröffnet neues Freibad. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Rita Lauter, Ole Pflüger Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.