Datum04.06.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRVier Personen stehen in Braunschweig wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und Freiheitsberaubung vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, über Jahre hinweg Pflegeheimbewohner in Langelsheim sediert und eingesperrt zu haben. Die Angeklagten im Alter von 51 bis 63 Jahren müssen sich in 17 Fällen verantworten, eine weitere Frau ist wegen Beihilfe angeklagt. Der Prozess ist auf über 50 Termine angesetzt, ein Urteil wird frühestens Ende Januar 2027 erwartet. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Prozess in Braunschweig“. Lesen Sie jetzt „Hölle in Harzer Heim? - Vier Angeklagte vor Gericht“. Sie sollen Pflegeheimbewohner mit Medikamenten sediert und mit hochgestellten Bettgittern eingesperrt haben: Wegen dieser Vorwürfe stehen ab Donnerstag (9.00 Uhr) vier Angeklagte vor dem Landgericht Braunschweig. Sie sollen über mehrere Jahre für unhaltbare Zustände in einem Pflegeheim in Langelsheim im Harz verantwortlich gewesen sein. Den Anklagten wird unter anderem Misshandlung von Schutzbefohlenen, gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung in besonders schwerem Fall und gewerbsmäßiger Bandenbetrug vorgeworfen, wie es in einer Ankündigung des Gerichts heißt. Die Vorwürfe richten sich in 17 Fällen gegen drei Angeklagte im Alter von 51 bis 63 Jahren, einer 59-jährigen Frau wird jeweils Beihilfe vorgeworfen. Für das riesige Verfahren sind mehr als 50 Verhandlungstermine angesetzt. Nach dieser Planung könnte ein Urteil Ende Januar 2027 fallen. Bis zum rechtskräftigen Abschluss eines Prozesses gilt für alle Angeklagten die Unschuldsvermutung. © dpa-infocom, dpa:260604-930-170374/1