Datum03.06.2026 21:24
Quellewww.zeit.de
TLDRBritische Parlamentarier fordern die Regierung auf, den Vertrag mit dem US-Unternehmen Palantir für den Gesundheitsdienst NHS zu kündigen. Sie sehen darin eine „inakzeptable Schwachstelle“ und plädieren für technologische Souveränität des Vereinigten Königreichs. Es wird empfohlen, heimische Alternativen zu fördern oder ein eigenes System zu entwickeln, um die Abhängigkeit von US-Datenanbietern zu reduzieren.
InhaltAbgeordnete in Großbritannien fordern die Regierung auf, einen Vertrag mit dem US-Konzern Palantir zu kündigen. Dessen Präsenz im öffentlichen Sektor sei "inakzeptabel". Abgeordnete des britischen Parlaments haben Großbritanniens Regierung aufgefordert, einen Vertrag zwischen dem staatlichen Gesundheitsdienst NHS und dem US-Unternehmen Palantir zu kündigen. Sie fürchten nach eigenen Angaben eine zu große Abhängigkeit von US-Datenanbietern. Die zunehmende Präsenz von Palantir im öffentlichen Sektor stelle "eine inakzeptable Schwachstelle dar", schrieb der parlamentarische Ausschuss für Wissenschaft, Innovation und Technologie in einem Bericht. Der Ausschuss forderte die Regierung auf, im kommenden Jahr eine Ausstiegsklausel zu nutzen, um den im Jahr 2023 geschlossenen Vertrag über 330 Millionen Pfund (382 Millionen Euro) zu beenden. Das Vereinigte Königreich solle in kritischen Bereichen des öffentlichen Sektors "technologische Souveränität anstreben und heimische Alternativen durch eine intelligentere Beschaffung fördern", sagte die Labour-Abgeordnete Chi Onwurah. Dem Ausschuss nach solle die Regierung entweder nach einem alternativen britischen Anbieter suchen oder ein eigenes, internes System entwickeln. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.