Datum03.06.2026 20:22
Quellewww.spiegel.de
TLDRRandy Feenstra, ein von Trump unterstützter Kandidat, verlor knapp die Gouverneursvorwahl der Republikaner in Iowa gegen Zach Lahn. Dies markiert die erste Niederlage für einen Trump-Kandidaten seit Längerem und wird als Test für Trumps Einfluss innerhalb der Partei gesehen. Die Ergebnisse der Vorwahlen sind entscheidend für die anstehenden Midterm-Wahlen, bei denen die Republikaner ihre Stärke unter Beweis stellen wollen.
InhaltEs ist die erste Niederlage für einen von Trump unterstützten Kandidaten seit Langem: Randy Feenstra hat die Gouverneursvorwahl der Republikaner in Iowa knapp verloren. Am Ende hat die Unterstützung des US-Präsidenten nicht gereicht. Randy Feenstra hat die republikanische Vorwahl für das Gouverneursamt im Bundesstaat Iowa verloren. Nach ersten offiziellen Ergebnissen unterlag der Kongressabgeordnete bei der Abstimmung dem Geschäftsmann Zach Lahn mit weniger als einem Prozentpunkt Rückstand. Trump hatte Feenstra wenige Tage vor der Wahl seine "vollständige und uneingeschränkte Unterstützung" ausgesprochen. Vor Feenstras Niederlage hatte sich der US-Präsident noch damit gebrüstet, dass alle von ihm unterstützten Kandidaten in diesem Jahr bislang erfolgreich gewesen seien. Bisher hat das Weiße Hause das Scheitern Feenstras nicht kommentiert. Die diesjährigen Vorwahlen für die Gouverneurswahlen in einzelnen Bundesstaaten und die Midterms im November gelten als Test für Trumps Kontrolle über die Republikanische Partei. Der Präsident betreibt seit Beginn der Vorwahlsaison eine Kampagne gegen Parteikollegen, die er als nicht loyal genug betrachtet. Dabei unterstützt der 79-Jährige auch Kandidaten, die für die Kongress- und Gouverneurswahlen im November als riskant gelten. So stellte sich Trump im Rennen um einen Senatssitz in Texas hinter den ultrakonservativen und in Skandale verwickelten Ken Paxton, der sich dann auch gegen den langjährigen Senator John Cornyn durchsetzte. Im Bundesstaat Kentucky machte Trump erfolgreich Stimmung gegen den abweichlerischen republikanischen Abgeordneten Thomas Massie – woraufhin dieser die Vorwahl für einen Sitz im Repräsentantenhaus verlor . Massie hatte im vergangenen Jahr an einem Gesetz zur Veröffentlichung von Regierungsdokumenten im Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein mitgewirkt, mit dem Trump zeitweise gute Kontakte gepflegt hatte. Iowa war lange ein zwischen den Demokraten und Republikanern umkämpfter Bundesstaat, rückte seit Trumps Aufstieg im Jahr 2016 aber deutlich nach rechts. Die Demokraten hoffen, diesen Trend im November zumindest teilweise umkehren zu können. Auch sie bestimmten in Iowa ihre Kandidaten für die Wahl im November. Der bisherige Finanzkontrolleur des Bundesstaates, Rob Sand, tritt dann gegen den Republikaner Lahn an. Der paralympische Basketballmeister Josh Turek fordert bei der Wahl zum US-Senat die von Trump unterstützte Abgeordnete Ashley Hinson heraus.Lesen Sie auch: Texas ist fest in Republikaner-Hand – noch. Nun hat sich Trumps MAGA-Kandidat in der eigenen Partei durchgesetzt. Der US-Präsident könnte damit die Chance der Demokraten bei den Midterms erhöht haben .