Urteil in Paderborn: Haftstrafe für Mordversuch mit Giftspritze

Datum03.06.2026 15:07

Quellewww.zeit.de

TLDREin 41-Jähriger wurde in Paderborn wegen Mordversuchs an seiner Ehefrau mit Pflanzenschutzmittel zu sieben Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Er injizierte ihr während einer Autofahrt, nach einem Termin beim Jugendamt, das Gift. Eine zufällig anwesende Zeugin rettete der Frau durch Reanimation das Leben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann mehrfach versuchte, die Tat zu vertuschen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Urteil in Paderborn“. Lesen Sie jetzt „Haftstrafe für Mordversuch mit Giftspritze“. Ein 41-Jähriger aus Paderborn ist wegen Mordversuchs an seiner Ehefrau mit Pflanzenschutzmittel zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Das Paderborner Landgericht sah es als erwiesen an, dass der Landwirt im vergangenen November die 36-Jährige mit einer sogenannten Revolverspritze angegriffen und ihr dabei Pflanzenschutzmittel in den Oberschenkel injiziert hatte. Das getrenntlebende Ehepaar war zur Tatzeit auf der Rückfahrt von einem Termin beim Jugendamt, bei dem Unterhaltsfragen zu den gemeinsamen Kindern geklärt worden waren. Das Paar stritt sich der Anklage zufolge im Auto. Der angeklagte Deutsche zückte die Spritze, die 36-Jährige konnte den Stich trotz heftiger Gegenwehr nicht abwehren. Sie erlitt durch die Substanz eine Atemlähmung und befand sich in lebensbedrohlichem Zustand.  Eine Frau wurde zufällig auf das Geschehen aufmerksam. Nach Einschätzung von Gutachtern rettete die 75-Jährige der Frau mit Reanimationsmaßnahmen und einem Notruf das Leben. Erst Stunden nach Eintreffen im Krankenhaus konnte geklärt werden, was der 36-Jährigen zugestoßen war. Nach Auffassung des Gerichts hatte ihr Mann bis dahin mehrfach versucht, die Tat zu vertuschen. © dpa-infocom, dpa:260603-930-168187/1