Datum03.06.2026 14:50
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Opposition in Hamburg kritisierte den rot-grünen Senat scharf nach dem Scheitern der Olympia-Bewerbung. CDU, Linke und AfD sahen darin einen Vertrauensverlust der Bevölkerung. Sie warfen dem Senat vor, das Gespür für die Stadt und die Alltagssorgen der Bürger verloren zu haben. Bürgermeister Tschentscher wies die Kritik zurück und verteidigte die Volksbefragung. Er bezeichnete das Ergebnis als kein "Debakel", obwohl es gegen die Senatsabsichten ging, und versprach, wichtige Ziele auch ohne Olympia zu verfolgen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bürgerschaft“. Lesen Sie jetzt „Harsche Kritik an Rot-Grün nach Olympia-Aus“. Die Opposition in der Hamburgischen Bürgerschaft hat die Debatte zum gescheiteren Olympia-Referendum zur Generalabrechnung mit dem rot-grünen Senat genutzt. Die Ablehnung einer Bewerbung für die Spiele zeige, dass die Hamburgerinnen und Hamburger das Vertrauen in den Senat verloren hätten, sagte CDU-Fraktionschef Dennis Thering in der Aktuellen Stunde. Großprojekte wie eine Olympia-Bewerbung würden vor allem als Risiko gesehen. Rot-Grün habe das Gespür für die Stadt verloren, sagte die Linken-Co-Vorsitzende Heike Sudmann. Die Alltagssorgen der Menschen seien außer Acht gelassen worden. Das Referendum sei an "den Klippen des Misstrauens" gegenüber dem Senat gescheitert, meinte AfD-Fraktionschef Dirk Nockemann an Bürgermeister Peter Tschentscher gewandt. Dieser wies die Kritik zurück. Es sei richtig gewesen, in einer weitreichenden Frage wie einer Olympia-Bewerbung die Bürgerinnen und Bürger zu befragen. Das Ergebnis "ist kein Debakel oder Desaster", sagte Tschentscher - auch wenn die Entscheidung nicht im Sinne des Senats gewesen sei. Die Aufgabe seiner Regierung sein nun, "Ziele, die für unsere Stadt wichtig sind, auch ohne Olympia zu erreichen". © dpa-infocom, dpa:260603-930-168113/1