Datum03.06.2026 14:50
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie EU verbietet ab 2030 in Restaurants Portionspackungen für Ketchup, Mayo, Zucker und Kaffeesahne aus Plastik, um Plastikmüll zu reduzieren. Die neue Verpackungsverordnung zielt auf stationären Verzehr ab, während Außer-Haus-Verkauf und medizinische Einrichtungen Ausnahmen bleiben. Grund ist die schlechte Recycelbarkeit der Einweg-Minipackungen.
InhaltKleine Beutelchen mit Ketchup, Mayonnaise oder Zucker werden in der EU bald von den Restauranttischen verschwinden. Die Europäische Union geht verstärkt gegen Plastikmüll vor und beschränkt im Zuge einer neuen Verpackungsverordnung die Nutzung von Einweg-Portionspackungen in der Gastronomie. Ab 2030 werde die Ausgabe von kleinen Kunststoffverpackungen für Ketchup, Mayonnaise, Senf, Zucker und Kaffeesahne in Restaurants, Cafés und Hotels beim Vor-Ort-Verzehr grundsätzlich untersagt, berichtet die "Bild"-Zeitung. Die Verordnung, die am 12. August 2026 in Kraft tritt, zielt darauf ab, das stetige Wachstum von Abfallbergen zu stoppen und den Verbrauch von Einwegkunststoffen signifikant zu senken. Hintergrund der Maßnahme ist die stark negative Umweltbilanz der Minipackungen. Da diese häufig aus komplexen, mehrschichtigen Materialverbindungen bestehen, lassen sie sich nur schwer recyceln. Sie enden nach einmaligem, oft sekundenlangen Gebrauch im Restmüll. Der konsequente Verzicht auf diese kleinteiligen Verpackungen soll eine spürbare Entlastung der Umwelt bewirken. Von dem Verbot sind nicht alle Bereiche betroffen. Für den Außer-Haus-Verkauf, wie beispielsweise bei Drive-in-Angeboten, Coffee-to-go oder verpackten Mahlzeiten für unterwegs, bleiben die Einzelportionen weiterhin zulässig. Ebenso gelten strikte Ausnahmeregelungen für Krankenhäuser, Pflegeheime und vergleichbare medizinische Einrichtungen, in denen die kleinen Verpackungseinheiten aus hygienischen Gründen auch in Zukunft benötigt werden.