Datum03.06.2026 13:06
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Bundesregierung hat ein Aktionsprogramm zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft beschlossen. Bis 2027 sollen 260 Millionen Euro in den Erhalt, die Reparatur und das Recycling fließen, gefolgt von weiteren 305 Millionen Euro bis 2030. Ziel ist es, die Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen zu verringern und die Widerstandsfähigkeit deutscher Unternehmen, insbesondere bei gestörten Lieferketten, zu erhöhen. Das Programm präzisiert die Kreislaufwirtschaftsstrategie der Bundesregierung und soll die Wirtschaft unabhängiger machen.
InhaltDeutschland ist stark auf Rohstoffe aus dem Ausland angewiesen. In der neuen Kreislaufwirtschaftsstrategie sieht der Umweltminister einen Weg zu mehr Unabhängigkeit. Die Bundesregierung hat sich auf ihr Aktionsprogramm für eine bessere Kreislaufwirtschaft geeinigt. Der am Mittwoch beschlossene Zwölf-Punkte-Plan soll bis Ende 2027 umgesetzt werden und den Erhalt, die Reparatur und das Recycling von Produkten stärker unterstützen. Kurzfristig werden dafür 260 Millionen Euro eingeplant, von 2027 bis 2030 sollen dann weitere 305 Millionen Euro bereitgestellt werden. Das Programm soll die bisherige Kreislaufwirtschaftsstrategie der Bundesregierung von 2024 präzisieren. Deutschland habe wenig eigene Rohstoffe, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, in der Rohstoffe aus genutzten Produkten recycelt werden, könne deutsche Unternehmen besser schützen – etwa, wenn Lieferketten brüchig oder Handelswege blockiert würden. "Kreislaufwirtschaft macht unsere Wirtschaft unabhängiger", sagte Schneider. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.