Kinder und Erwachsene: Gaffer behindern Hilfe von kollabierter Frau

Datum03.06.2026 11:57

Quellewww.zeit.de

TLDRAuf dem Braunschweiger Schlossplatz behinderten zahlreiche Schaulustige, darunter auch Kinder, die Rettung einer kollabierten 34-jährigen Frau. Ersthelferinnen leisteten bis zum Eintreffen des Rettungswagens Hilfe. Die Polizei musste mit drei Streifenwagen die Gaffer zurückdrängen, die die Arbeit der Rettungskräfte erschwerten. Die Feuerwehr errichtete einen Sichtschutz. Die Polizei verurteilte das "sozialschädliche Verhalten", das strafrechtliche Folgen haben kann und Rücksichtnahme erfordert.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kinder und Erwachsene“. Lesen Sie jetzt „Gaffer behindern Hilfe von kollabierter Frau“. Zahlreiche Gaffer haben bei der Behandlung einer kollabierten Frau gestört. Die Schaulustigen, darunter Eltern mit Kindern, scharrten sich auf dem Braunschweiger Schlossplatz um die 34-Jährige, wie die Polizei mitteilte. Demnach waren am Dienstagabend drei Streifenwagenbesatzungen nötig, um die Gaffer zurückzuhalten. Zuvor hatten zwei Passantinnen die kritische Lage der Frau bemerkt und bis zum Eintreffen eines Rettungswagens Erste Hilfe geleistet. Die 34-Jährige kam später in ein Krankenhaus. Die Gaffer hatten die Arbeit der Rettungskräfte jedoch beeinträchtigt. Auf Ansprachen der Polizei hätten die Störer nicht oder nur widerwillig reagiert. Die Feuerwehr errichtete daher auch einen Sichtschutz für die hilflose 34-Jährige.  "Ein solch sozialschädliches Verhalten ist nicht hinnehmbar und kann bei einer Behinderung von Rettungsmaßnahmen auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen", sagte der Chef des Polizeikommissariats Braunschweig-Mitte, Markus Glomb. "Darüber hinaus sollte eine taktvolle Rücksichtnahme auf die Situation Verletzter zu den Selbstverständlichkeiten unseres sozialen Miteinanders gehören." © dpa-infocom, dpa:260603-930-166766/1