Datum03.06.2026 10:12
Quellewww.zeit.de
TLDREin 36-jähriger Wanderer wurde in der Nähe von Stranavy, Slowakei, von einem Braunbären schwer verletzt. Der Angriff ereignete sich am Waldrand, vermutlich verteidigte eine Bärenmutter ihre Jungen. Der Mann erlitt Bisse im Halsbereich, ist aber in stabilem Zustand. Die Behörden rieten zur Meidung des Gebiets und stellten eine Fotofalle auf. In der Slowakei leben etwa 1.200 Braunbären. Sie meiden normalerweise Menschen, können aber angreifen, wenn sie sich oder ihre Jungen bedroht fühlen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tiere“. Lesen Sie jetzt „Braunbär verletzt Wanderer in der Slowakei schwer“. Auf einem Wanderweg in der Slowakei ist ein Mann von einem Braunbären angefallen und schwer verletzt worden. "Wir haben den 36 Jahre alten Patienten mit Verletzungen im Halsbereich per Hubschrauber ins Krankenhaus in Zilina geflogen", teilte eine Rettungssprecherin der Nachrichtenagentur TASR mit. Der Zwischenfall hatte sich nach ihren Angaben am frühen Dienstagabend in der Gemeinde Stranavy direkt am Übergang zwischen einer Wiese und dem angrenzenden Wald ereignet. Am Mittwochvormittag berichtete der Fernsehsender TV Markiza über weitere Details. Demnach habe der Mann zwar zahlreiche Verletzungen, vor allem durch Bisse erlitten, er sei aber in stabilisiertem Zustand. Während des Angriffs soll er auch zwei Jungtiere in der Nähe gesehen haben. Die Angreiferin sei also wohl ein Muttertier gewesen, das um seine Jungen fürchtete. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, das Gebiet möglichst zu meiden. Außerdem wurde eine sogenannte Fotofalle aufgestellt, um ein neuerliches Auftauchen der Bärin rasch bemerken zu können. Nach der letzten offiziellen Zählung, die im Jahr 2022 veröffentlicht wurde, gibt es in der Slowakei rund 1.200 freilebende Bären. Die Tiere gehen normalerweise Menschen aus dem Weg, wenn sie sie rechtzeitig bemerken. Bei überraschendem Zusammentreffen oder wenn Muttertiere ihre Jungen gefährdet sehen, können sie jedoch angreifen. Einzelne Zusammenstöße endeten in den vergangenen Jahren tödlich. © dpa-infocom, dpa:260603-930-166033/1