Datum03.06.2026 07:20
Quellewww.zeit.de
TLDRLaut einer IWU-Studie im Auftrag des Mieterbunds sind 6,6 Millionen Mieterhaushalte überlastet, weil sie mehr als 30 % ihres Nettoeinkommens für Wohnkosten ausgeben. Davon zahlen 3,2 Millionen sogar über 40 %. Geringverdiener sind besonders betroffen, mit einer durchschnittlichen Belastung von 60 % für die untersten 10 % der Einkommensverteilung. Die Studie nutzte Daten des Mikrozensus 2022 und aktuelle Statistiken.
InhaltFast jeder dritte Mieter gibt laut Mieterbund mehr als 30 Prozent seines Nettoeinkommens für Wohnkosten aus. Die hohen Kosten für Miete träfen Geringverdiener besonders. Der Mieterbund sieht bei rund jedem dritten Miethaushalt eine Überlastung durch den Anteil der Ausgaben für Miete im Verhältnis zum Nettoeinkommen. Eine Studie des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) im Auftrag des Deutschen Mieterbunds ergab, dass rund 3,2 Millionen Mieterhaushalte mehr als 40 Prozent ihres Nettoeinkommens und weitere 3,4 Millionen Mieterhaushalte 30 bis 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für Kaltmiete und Heizkosten ausgeben. Damit ist aus Sicht von IWU und Mieterbund jeder dritte Mieterhaushalt, rund 6,6 Millionen von den fast 20 Millionen Mieterhaushalten in Deutschland, überlastet. Besonders betroffen seien die untersten 10 Prozent der Einkommensverteilung. Sie hätten eine durchschnittliche Wohnkostenbelastung von 60 Prozent. Die Studie beruht auf Daten aus dem letzten vorliegenden Mikrozensus von 2022 zu Einkommen und Mieten. Die Erhebung umfasst ein Prozent der Haushalte in Deutschland (ca. 370.000) und ist repräsentativ für die Bevölkerung. Die Daten wurden mit der Verbraucherpreisstatistik und der Lohn- und Einkommensstatistik des Statistischen Bundesamts auf dem letzten verfügbaren Stand von 2024 fortgeschrieben. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.