Datum03.06.2026 05:58
Quellewww.zeit.de
TLDRDeutschland bewirbt sich erneut um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat, obgleich die Vetomächte dort oft blockieren. Das mächtigste UN-Gremium zählt fünf ständige Mitglieder mit Vetorecht sowie nichtständige Mitglieder. Deutschland war bereits sechsmal dabei. Zudem initiiert das KI-Unternehmen Anthropic, Entwickler des Chatbots Claude und mit 965 Milliarden US-Dollar bewertet, Schritte für einen Börsengang.
InhaltIm mächtigsten UN-Gremium blockieren sich die Vetomächte gegenseitig. Warum will Deutschland trotzdem noch mal rein? Und: Das KI-Unternehmen Anthropic will an die Börse. Deutschland bewirbt sich erneut um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. An diesem Mittwoch stimmen die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen in der UN-Generalversammlung darüber ab. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gilt als das mächtigste Gremium der Welt, seine fünf ständigen Mitglieder sind die Atommächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich. Nur diese haben ein Vetorecht, daneben sitzen aber noch nichtständige Mitglieder im Sicherheitsrat. Deutschland hatte bereits sechsmal einen solchen Sitz inne. Der Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) macht seit Freitag in New York Werbung für die deutsche Kandidatur. Mit ihm dorthin gereist ist die internationale Korrespondentin der ZEIT, Rieke Havertz. Sie erklärt, warum Deutschland noch mal in ein Gremium will, das sich in jüngster Zeit eher gegenseitig blockiert. Das US-amerikanische KI-Unternehmen Anthropic, das den Chatbot Claude entwickelt hat, hat erste formale Schritte eingeleitet, um an die Börse zu gehen. Wie Anthropic mitteilte, wurde ein vertraulicher Antrag für einen geplanten Börsengang bei der Börsenaufsichtsbehörde (SEC) eingereicht. Erst vor wenigen Tagen wurde Anthropic mit 965 Milliarden US-Dollar bewertet – und damit höher als das Konkurrenzunternehmen OpenAI, das hinter dem Chatbot ChatGPT steht. Was hat Anthropic, das andere KI-Firmen nicht haben? Das erklärt der Leiter des ZEIT-Digitalressorts, Jakob von Lindern. Im Podcast spricht Jakob von einer der größten Wetten der Menschheitsgeschichte. Und sonst so? Lernen Mücken schneller als Menschen? Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Susanne Hehr, Mira Schrems Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.