Krieg im Nahen Osten: Iran feuert auf Kuwait und Bahrain – USA wollen Angriffe abgewehrt haben

Datum03.06.2026 04:30

Quellewww.spiegel.de

TLDRDer Iran hat laut US-Angaben Drohnen und Raketen auf Kuwait und Bahrain abgefeuert, die jedoch abgewehrt wurden. Das US-Militär griff daraufhin eine iranische Militäreinrichtung an. Diese Eskalation erfolgt trotz einer Waffenruhe und anhaltender Verhandlungen für ein Kriegsende, die jedoch laut iranischen Berichten stocken, während die USA das Gegenteil behaupten. Iran übt Vergeltung für mutmaßliche US- und Israel-Aktionen.

InhaltDas iranische Regime hat in der Nacht mit Drohnen und Raketen auf Ziele in der Golfregion geschossen. Das US-Militär intervenierte eigenen Angaben zufolge erfolgreich. Und griff seinerseits eine Militäreinrichtung Irans an. Sie erhalten mehr Inhalte von uns in Ihren Suchergebnissen. Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge einen größeren Angriff Irans auf Ziele in der Golfregion abgewehrt. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf X mit . Als Reaktion auf Irans Angriffe seien zudem "Selbstverteidigungsschläge" auf eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus durchgeführt worden. Die Angaben des US-Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Unmittelbar zuvor hatten Kuwait und der Inselstaat Bahrain Angriffe mit Raketen und Drohnen gemeldet. Die beiden Staaten am Persischen Golf beherbergen wichtige US-Militärstützpunkte. Nach Angaben aus Washington verfehlten die jüngsten iranischen Angriffe ihre Ziele: entweder weil Raketen nicht funktionierten oder weil sie von der Flugabwehr abgefangen wurden. Das US-Militär teilte zudem mit, es seien drei Drohnen abgeschossen worden, die Iran auf zivile Schiffe abgefeuert hatte. Die Schiffe hätten sich rechtmäßig in den Gewässern der Region befunden, so Centcom. Das US-Militär stehe auch während der aktuellen Waffenruhe weiter bereit, iranische Aggressionen abzuwehren. Der Grund für die jüngsten iranischen Attacken – trotz Waffenruhe und Verhandlungen für ein Kriegsende – schienen zwei Aktionen des US-Militärs gewesen zu sein. Es hatte einen Kommunikationsturm südlich der Insel Qeschm angegriffen; außerdem einen unbeladenen Öltanker vor der für Irans Ölexport wichtigen Insel Charg. Der Tanker soll versucht haben, einen iranischen Hafen anzulaufen, erklärte Centcom  am Dienstag. Das Schiff sei mit einer Rakete außer Gefecht gesetzt worden. Ein iranischer Militärsprecher bestätigte auf X Vergeltungsschläge durch die Revolutionswächter, der Elitestreitmacht der Islamischen Republik. Man habe gewarnt, "dass jede Aggression eine andere und entschiedenere Reaktion nach sich ziehen würde, und wir haben diese auch umgesetzt. Diese Reaktionen sollten eine Lehre sein", hieß es. Jede Bedrohung der Sicherheit der Straße von Hormus werde das US-Militär "teuer zu stehen kommen", warnte der Militärsprecher. (Mehr dazu, wie Irans Geisterflotte die US-Blockade aushebelt, erfahren Sie hier .) Seit Beginn des Irankriegs Ende Februar hat Teheran als Vergeltung für die Luftangriffe der USA und Israels auch Ziele in mehreren Golfstaaten ins Visier genommen. Zudem griffen proiranische Milizen "feindliche Stützpunkte" in Ländern der Region an. Diese Attacken halten teilweise auch seit Inkrafttreten der derzeit geltenden Waffenruhe zwischen Iran und den USA an. Die Verhandlungen über ein Kriegsende stocken derzeit. Iranische Nachrichtenagenturen berichteten, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr zwischen Teheran und Washington statt. US-Präsident Donald Trump widersprach: Die Verhandlungen dauerten an. Alle anderen Berichte dazu seien falsch und irreführend, schrieb er bei Truth Social . "Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute." Wohin sie führten, wisse man nie, so Trump.