Datum21.11.2025 17:43
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Berlin sollen die Freibäder im Sommer 2026 wieder eine Mindesttemperatur von 22 Grad haben. Die Linksfraktion feiert diese Entscheidung, nachdem im Vorjahr aus Kostengründen auf das Heizen verzichtet wurde, was zu kaltem Wasser und Beschwerden von Badegästen führte. Der sportpolitische Sprecher der Linksfraktion, Kristian Ronneburg, kritisierte die Einsparmaßnahmen und betonte, dass ein Schwimmbad, in dem Badegäste frieren müssen, seinen sozialen Auftrag verfehle. Es wird erwartet, dass keine kurzfristigen Sparmaßnahmen wie im letzten Jahr stattfinden.
Inhalt"Das Bibbern hat ein Ende": In Berlin sollen die Freibäder 2026 wieder mindestens 22 Grad warm sein. In diesem Jahr war noch hart gespart worden. Die Linksfraktion jubelt. In allen Berliner Freibädern soll im nächsten Sommer das Wasser in den Becken wieder auf mindestens 22 Grad geheizt werden. Das teilte das Vorstandsmitglied der Bäder-Betriebe, Marie Rupprecht, im zuständigen Sportausschuss des Abgeordnetenhauses mit. Die Fraktion der Linken hatte die Änderung verkündet, sie hatte sich dafür eingesetzt. Auf die sogenannte Stütztemperatur von 22 Grad als Mindesttemperatur hatten die Berliner Bäder-Betriebe im vergangenen Sommer weitgehend verzichtet. Geheizt wurde in manchen Bädern mit Solaranlagen und in vielen anderen auch gar nicht. Je nach Sonneneinstrahlung und Wetter war das Wasser dann nicht allzu warm. Viele Badegäste hatten gefroren und sich beklagt. Vor der Sommersaison 2025 sei kurzfristig der Zuschuss zu den Energiekosten gestrichen worden, sagte eine Sprecherin der Bäder-Betriebe. Da habe man schnell mit Sparmaßnahmen reagieren müssen. Im nächsten Jahr sei das nicht der Fall. Durch den Heizverzicht sollten in Berlin im vergangenen Sommer insgesamt 300.000 Euro gespart werden. Später wurden dann Becken in vier Bädern doch geheizt, das kostete laut damaliger Ankündigung etwa 40.000 bis 60.000 Euro. Der sportpolitische Sprecher der Linksfraktion, Kristian Ronneburg, teilte mit: "Das Bibbern hat ein Ende." Der Senat habe dem Druck nachgegeben. "Das Experiment, die Energiekosten auf dem Rücken der Badegäste zu senken, ist gescheitert und darf sich nicht wiederholen." Man habe das ganze Jahr lang deutlich gemacht: "Ein Schwimmbad, in dem Kinder mit blauen Lippen nach zehn Minuten aus dem Wasser müssen und Seniorinnen und Senioren sich nicht mehr hineintrauen, verfehlt seinen sozialen Auftrag."