Klimawandel: EU plant bisher größten Einsatz gegen Waldbrände

Datum02.06.2026 22:56

Quellewww.zeit.de

TLDRDie EU plant ihren bisher größten Einsatz zur Bekämpfung von Waldbränden. Bis zu 800 Feuerwehrleute und 22 Flugzeuge werden im Sommer 2026 in Südeuropa stationiert, um auf die zunehmende Waldbrandgefahr, verstärkt durch den Klimawandel, zu reagieren. Dies ist eine Reaktion auf die Rekord-Waldbrandflächen im Vorjahr. Die Initiative wird über den EU-Katastrophenschutzmechanismus koordiniert und finanziert, und eine neue Feuerwehrstation in Zypern soll die Kapazitäten stärken.

InhaltDie EU-Kommission will über den Sommer 800 Feuerwehrleute im südlichen Europa einsetzen. So will sich die EU nach den verheerenden Bränden von 2025 besser schützen. Die EU plant für diesen Sommer ihren bisher größten Einsatz gegen Waldbrände. Angesichts der zunehmenden Waldbrandgefahr in ganz Europa werden fast 800 Feuerwehrleute aus 14 Ländern an besonders gefährdeten Gegenden in Zypern, Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal stationiert, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte. Außerdem stünden 22 Flugzeuge sowie fünf Helikopter aus der EU-Flotte zur Unterstützung bereit. "Das ist europäische Solidarität in Aktion", sagte von der Leyen. Feuerwehrleute aus ganz Europa hätten ein gemeinsames Ziel: Menschen, Häuser und Wälder zu schützen. Koordiniert und finanziert wird das Projekt über den Katastrophenschutzmechanismus der EU-Kommission. Das Vorhaben wird demnach durch ein Notfallkoordinierungszentrum begleitet, in dem Expertinnen und Experten rund um die Uhr für Koordinierung und Unterstützung zur Verfügung stehen. Außerdem will die EU eine neue europäische Feuerwehrstation in Zypern einrichten, um die Vorsorge- und Reaktionskapazitäten bei Waldbränden in ganz Europa und im südlichen Mittelmeerraum zu stärken. Brände in Europa haben im vergangenen Jahr mehr als eine Million Hektar verbrannt, so viel wie nie zuvor. Das geht aus einem Bericht über den Zustand des Klimas in Europa 2025 von der Weltwetterorganisation WMO und dem EU-Klimawandeldienst Copernicus hervor. Allgemein haben unter anderem in Südeuropa die Wahrscheinlichkeit von Bränden und die Größe der verbrannten Flächen wegen des Klimawandels zugenommen.