Chemikalienunfall: Säureunfall in Brauerei - Großeinsatz und acht Verletzte

Datum02.06.2026 19:56

Quellewww.zeit.de

TLDRBei einem Säureunfall in einer Brauerei in Vilshofen traten Hunderte Liter Salpetersäure aus, nachdem ein Behälter versehentlich beschädigt wurde. Acht Personen, darunter Brauereimitarbeiter, Feuerwehrleute und Unbeteiligte, erlitten leichte Atemwegsreizungen. Ein Großaufgebot von rund 300 Einsatzkräften war vor Ort, um die Säure zu neutralisieren und zu verdünnen. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Chemikalienunfall“. Lesen Sie jetzt „Säureunfall in Brauerei - Großeinsatz und acht Verletzte“. Bei einem Säureunfall in einer Brauerei im niederbayerischen Vilshofen (Landkreis Passau) sind mehrere Hundert Liter Salpetersäure ausgetreten. Acht Menschen wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt, sie konnten aber ambulant behandelt werden. Feuerwehr und Rettungsdiensten waren mit einem Großaufgebot von rund 300 Kräften im Einsatz. "Es hat jemand versehentlich beim Rangieren einen Behälter mit 900 Litern touchiert", erläuterte ein Polizeisprecher den Hergang. Der Stapler habe den Behälter aufgerissen, Säure sei aus- und teils über die Kanalisation abgelaufen. Die Feuerwehr sei im Einsatz, um die Säure zu neutralisieren beziehungsweise zu verdünnen. Der Bereich um die Brauerei wurde laut Polizei in einem Radius von 100 Metern abgesperrt. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, wurden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Anwohner sollte sich demnach in geschlossene Räume begeben - oder das Gebiet weiträumig meiden. Nach Angaben der Polizei sind unter den acht leicht Verletzten zwei Mitarbeiter der Brauerei, vier Feuerwehrleute und zwei Unbeteiligte. Die Betroffenen klagten überwiegend über Atemwegsreizungen. Niemand habe ins Krankenhaus gebracht werden müssen, sagte der Polizeisprecher. Rund 220 Feuerwehrleute sowie rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Rettungsdiensten waren im Einsatz. Auch Spezialisten der Feuerwehr sowie der Gefahrgut-Trupp des Polizeipräsidiums Niederbayern rückten eigens an.  Die Schadenshöhe war am Abend noch offen. Der Einsatz war noch nicht beendet. © dpa-infocom, dpa:260602-930-164579/1